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Der jüdische Student · 1919-04-01 · Heft 1 (April 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 1 (April 1919)
Date
1919-04-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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Vom Präsidium stück zu pachten. Das Präsidium und die einzelnen Präsidiuu^nitgliecLr werden sich um die Beschaffung" der notwendigen Mittel kümmrrn.' Dann berichtet L ö w c n s t c i n über die Büro-Or^aniisation. über Engagements_und ähnliches. Es wird dann von Buchholz beantragt, daß Löwenstrin und er gemeinsam das Ressort für Unterricht und Erzielrang übernehmen. Beide erhalten den Auftrag, für die nächste Sitzung einen Arbeitsplan vorzulegen. \ 4. Es werden Fragen der einzelnen Korporativ n c n besprochen : a) Die aus der V. j. St. Maccabaea. Königsberg ausgetretenen Bimdesbrüder haben sich zu einer eigenen Korporation Kadimah zusanrnengetan, die um Aufnahme in das TC J. V. gebeten hat. Das Präsidium ist sich darüber klar, daß die Gründung einer zweiten Korporation in Königsberg unmöglich ist. Es wird beschlossen, die Aufnahme der Kadimnh abzulehnen, dagegen die V. J. St. Maccabaea-Königsberg unter Mitteilung dieses Beschlusses zu bitten, nach Möglichkeit eine Wicderauinahme äler Ausgetretenen, ohne Ausnahme, herbeizuführen. Kopie dieses Briefes soll Jaruslawsky erhallen, dem glefchzeitig in einem auslührlichen Schneiben auseinanderzusetzen ist, aus welchen zionistischen Gründen der Kantelltag sich nicht mit der Bildung kleiner, aus wenigen Bundeshrüdern bestellender selbständiger Verbindungen einverstanden erklärt hat. b) In Breslau ist eine gütliche Einigung in dem Ssme erfolgt,, daß die Bundesbrüder der alten Richtung in der Korporation Zkphirah vereinigt, während die Bundesbrüder der Hechawer-Richtung in dar Hacheruth als neuer Korporation zusammengefaßt sind. Die Hacheruth berßhtet gleichzeitig über die scharfen Gegensätze, die in Breslau 'dadurch zutage getreten sind, daß Bbr. Schottländer (Hacheruth) sich in extrem-sozialistischem Sinn betätigt, während andere Bundesbrüder dadurch veranhtft würden, sich für seine Relegation von der Universität auszusprechen. Blumenfeld, der in den nächsten Tagen in Breslau sein wird, übernimmt eine Aussprache mit den Breslauer Bundesbrüdern über die Frage der politischen Betätigung. c) Die Kadimah Wien bittet das Präsidium um Antwort aif verschiedene ihrer Briefe, die die österreichischen studentischen Verhältnisse behandeln. Walter Moses wird in absehbarer Zeit nach Wien fahren und soll sich dann um die Angelegenheit energisch kümmern. , Vorläufig,, wird der Kadimah der Wunsch des Kartells auseinandergesetzt, eine Einigung der zionistisch-interessierten Gruppen zustande zu bringen. o S a t i s? a1 k t i o n s f r a g e. Hierzu liegt ein Antrag des Ruder- V J. St. vor, Bestimmungen über das Verhalten bei Kontrahage-Angelegenheiten herauszugeben, sowie Briete aus Göttingen und München, die Bedenken gegen den Kartelitagsbeschluß äußern. Insbesondere in Göttingen glaubt man das Satisfaktionsverbot nicht durchführen zu können und schlägt vor, daß die Göttinger Verbindung als solche unbedingte Satisfaktion gibt und den einzelnen Bundesbrüdern Sie Stellung! zur Satisfaktion freigestellt wird. Das Präsidium-hält die Durchführung des Kartelltagsbeschlusses lür absolut erforderlich, Bcrthold Cohn wird angewiesen, in dem Antwortbrief die Gründe für die Stellungnahme des KarteTtags auseinanderzusetzen. Er soll gleichzeitig in einem Artikel im' J. St. auch auf die Frage eingehen, wie Bundesbrüder sich jetzt in Ehrenangelegenheiten zu verhalten haben. Die Ausarbeitung eines den geänderten Verhitaissen entsprechenden Komments ist selbstverständlich nicht möglich.

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