Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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Berufliches W .Aber trotz all dieser Schwierigkeiten gelingt es immer wieder dct\ Betrieb in vollen Gang zu bringen. Der persönliche Zusammenhang in der Aktivitas ist wohl kaum inniger zu denken, — Im letzten J. St. schreibt Bertold Cohn in seinem Artikel „Diq Erneuerung des Kartells: „Die junge Generation des Rudervereins for-* dert den Zusammenschluß mit der Ivria". Diese Darstellung ist ihm richtig und geeignet, zumal im Zusammenhange des Artikels, gänzlich* falsche Vorstellungen zu erwecken. Während des Krieges bestand eine Zusammenarbeit mit der Ivria^ die beiden Vereinen zugute kam. Nachdem die Mitglieder beider Vereine] aus dem Felde sich gesammelt hatten, war es verständlich, daß. man darant ging, die provisorische Arbeitsgemeinschaft neu zu regeln. Im Laufe der Verhandlungen war es aucheinmal dazugekommen, daß erhitzte Gemüter auf der Seite der Ivria an uns die Alternative stellten: Fusion oder Trennung. Die weiteren Erörterungen ergaben, daßi nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die Aktivitas, unterstützt von der Alt-Herrenschaft lehnten einstimmig die Fusion aus Gründen ab, von denen die wesentlichsten folgende sind? Der Ruder-V. J. St. setzt sich aus Leuten zusammen, die intolge ihrer freien Zeit als Akademiker die Möglichkeit haben, sich in ausgiebigstem Maße dem Zionismus zu widmen, in ganz anderer Weise als die Ivria, deren Mitglieder durchschnittlich Kaufleute und Schüler sind. Eine Fusionhätte nur hemmend auf die Arbeit unserer Aktivitas gewirkt und der Ivria. in keiner Weise Vorteile erbracht. iDie Ivria brachte unserem Standpunkte auch vollständiges Verstand!- nis entgegen und es wurden Vorschläge für eine Arbeitsgemeinschaft unter Aufrechterhaltung beider Organisationen angenommen. Die Hauptrichtlinien für die gemeinsame Arbeit liegen schon fest; die Verhandlungen werden bald volle Klarlegung herbeiführen. Bertram Fisher BERUFLICHES Ich bin beim Amts- und Landgericht in Bonn a. Rh» als Anwalt* zugelassen. Mein Büro befindet sich Wilhelmstraße 29. Dr. Fritz Blankenfelde Ich bin vom Präsidium beauftragt worden, ein Verzeichnis der zionistischen Reehtsan w ä 11 e herauszugeben. Ich bitte alle Buncjesbrüder, die als Rechtsanwälte niedergelassen sind oder sich demnächst niederlassen, mir ihre Adresse und ihren Fernsprechanschluß mitzuteilen* und zwar auf einer Postkarte, die sonst keine Mitteilungen weiter enthält; Rechtsanwalt ErichCohn, Berlin W. 15, Kurfürstendamm 22Ö_ In Ziel enzig b. Frankfurt a. O. ist eine sehr günstige Nieder* lassungsmöglichkeit für einen Rechtsanwalt vorhanden. Auskunft erteilt Bbr. Leo Cohn (durch das Präsidium). Herr Dr. med. Noack in Frankfurt a. O., Kaiserstraße 2$ schreibt dem Präsidium: Ich bin gezwungen, meine Praxis hier, die ich vor einigen Monaten gründete, und die sehr gut geht, aufzugeben. Icfi hätte nun gern einen Gesinnungsgenossen hier, der gewissermaßen mein Nachfolger werden konnte. Wirtschaftlich ist die Praxis aussichtsreich* außerdem wäre auch im zionistischen Interesse erwünscht, wenn in dieser Richtung Ersatz für mich käme. — Es wäre erwünscht, wenn ein geeigneter