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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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Stein, Grundsätze zur künftigen Gestaltung, des K. J> V. 153, .Als besonders .wichtig werden folgende. Punkte hervorgehoben: a) Spanierung der Finanzen (Schaffung einer Zentralkasse unter Leitung von sachverständigen Bundesbrüdern), J b) Neu-Auibau des Keilressorts, c) regelmäßiges und pünktliches Erscheinen des „Jüdischen Studenten"' und des „Jüdischen Willens", d) Schaffung ausreichender Klub- und Bureauräume, Bibliotheken usw. - 2: Die Beeinflussung der Berufswahl mit Rücksicht iuf die Einstellung auf Palästina und auf die Fähigkeiten des Einzelnen ist zu begrüßen. Das Präsidium hat dafür zu sorgen,, daß. diese Beeinflussung auf Grund einwandfreier Sachkunde erfolgt. 3. Die Einstellung vieler Bundesbrüder auf die Uebersiedelung nach Palästina, sowie die Einstellung der übrigen Bundesbrüder aur Palästina als auf das zukünftige Zentrum unseres Volkstums verlangt als innere Notwendigkeit nicht die Außerachtlassung der Arbeit im Galuih, insbesondere im deutschen Judentum. Die gedankliche Trennung beider Tätigkeitsgebiete voneinander ist eine Unmöglichkeit. Das Kartell ist für das Schicksal des deutschen Judentums mit verantwortlich. Der Kampf gegen die Assimilation in Deutschland erfordert eine streng organisierte Werbetätigkeit. Die Arbeit in den jüdischen Gemeinden Deutschlands ist eine der vprnebrnsten Aufgaben der Altherrenschaft des Kartells» Unsere positiven Ziele schließen die Anteilnahme am Kampf gegen dien Antisemitismus nicht aus. Dieser Kampf ist unter Ueberwindung der peinlichen Apologetik des Liberalismus auf stolzes Nationalgefühl zu gründen. Soweit möglich, sind unsere national-jüdischen Forderungen auch innerhalb der deutschen Politik zur Geltung zu bringen. 4. Die hebräische Sprache soll in unsern Korporationen ohne jeden schulmäßigen Zwang erlernt werden. Eine vom Kartelltag einzusetzende Kommission für theoretische Ausbildung bestimmt, inwieweit aie Burschung oder Ernennung zum Alten Herrn von hebräischen Kenntnissen abhängig zu machen ist. 5. Das Präsidium wird beauftragt, für die Schaffung eines dem heutigen Stande der zionistischen Bewegung entsprechenden Systems zu sorgen* welches die Grundlage für die regelmäßigen Fuxen- und Burschenkurse bildet und Richtlinien für den theoretischen Unterricht gibt 6. Die körperliche Regeneration, die Ausübung von Turnen und Sport durch alle hierzu fähigen Mitglieder, ist die Aufgabe einer jeden iKartell- Verbindung, auch wenn sie keine Sportverbindung ist. Das Erziehungsziel des K. J, V. ruht auf der geistigen Natur des. Zionismus in Verbindung mit dem als Grundlage notwendigen Gefühl für gesunde Körperlichkeit. Das Kartell hat gemeinsam mit der Turnerschaft an <ier Sdiaffung einer lebenskräftigen Turn- und Sportbewegung mitzuwirken. 7. Im Korporationsleben sind die Ergebnisse einer neuen Entwickelang mit den Erfahrungen früherer Arbeit in Üebereinstimmung zu bringen. Die bisher erstrebten Ziele in der rein menschlichen Erziehung der ztt uns kommenden Jugend bleiben unverändert. Die KorporationsformierL bleiben bestehen, soweit sie a) zur Erziehung zu männlichen Charakteren,

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