Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 5-6 (November 1918)
- Date
- 1918-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom Präsidium 91 MITTEILUNGEN DES PRÄSIDIUMS Bericht des Keilressorts. Aktivmeldungen im S.S. 1918 (Fortsetzung) Berlin: Werner Rothenberg, Kürt Ehrenberg, David Nachiriannsohn, Hans Cohn, Erwin Berger, Ernst S i m o n . Königsberg: Aron L e w i n, Heinz G o 1 d s t e i n . Breslau : Siegbert Unikower, Erich Malachowski, Ismar D z i a - 1 o s z y n s k i, Franz P r e i ß , Hans Jacobowitz, Walter Freundlich, Norbert Rosenbaum, Hans Struck, Martin Plessner, Martin Wolf f. Frankfurt a. M.: Paul Schopflocher, Hugo Stern, Ernst Mehler» Max Bachrach. Heidelberg: Hans En och, Paul Nathan, Siegfr. Tannhairser Ernst Zuckermann, Ernst G o 1 d m a n n . München s Hans Altertum. Straßburg i. Eis.: Frank D r e y f u ß . Aus dem Felde: Erwin Fuchs, Alfred Grünebaum. Die Gesamtzahl der Aktlvmeidungen beträgt somit im vergangenen Semester im ganzen 89. Auf die einzelnen Provinzen Deutschlands verteilen sich die neuen Füxe wie folgt: Berlin 23, Ostpreußen 10 (darunter 2 Königsberg, 4 Allenstein). Westpreußen 4 (darunter 3 Danztg), Posen 6, Posen Land 5, Schlesien 16 (9 Breslau. 6 Oberschlesien), Hessen 15 (8 Frankfurt a. M., 3 Mainz), Rheinland 6 (3 Cöln), Hamburg 3, Baden 2, Anhalt 1, Straßburg 1, Bayern (Würzburg) 1, Lübeck 1. Das Ergebnis der Keilarbeit in Berlin ist absolut genommen nicht ungünstig zu nennen. Es muß jedoch betont werden, daß eine systematische Arbeit ganz erheblich bessere Erfolge zeitigen könnte. Erfreulich ist der Aufschwung von Königsberg nach dem Stagnationssemester und besonders erfreulich der Aufschwung von Breslau. Ferner ist hervorzuheben der schöne Erfolg der Frankfurter Bundesbrüder, denen es gelungen ist, in diesem Semester 8 gebürtige Frankfurter aktiv zu machen, darunter solche aus ganz assimilierten Familien, deren Gewinn die Eroberung von Neuland bedeutet. Leider ist es auch dem K. C. gelungen, im allgemeinen recht wesentliche Erfolge zu erzielen. Wir glauben jedoch sagen zu können, daß die Erfolge des K.-C. insofern reine Augenblickserfolge sind, als ihm der Kriegsschlaf der meisten paritätischen Verbindungen zu gute kommt. Es ist demgegenüber zu beachten, daß uns in unserer Keilarbeit, die ja stets auf einer intensiven Bearbeitung jedes Einzelnen fußt, lediglich durch den Krieg Schwierigkeiten bereitet worden sind. Es ist unter solchen Umständen das durchaus annehmbare Resultat von 89 Aktivmeldungen als Beweis anzusehen, daß die zionistische Idee weite Kreise der jüdischen Jugend erfaßt hat und daß auch sonst der akademische Nachwuchs in seiner allgemeinen Einstellung unseren Ideen immer zugänglicher wird. Nicht so erfreulich waren die Erfolge,, in Köln, wo bei einigermaßen systematischer Arbeit ganz erheblich mehr geleistet werden könnte, obwohl auch hier die