Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 3-4 (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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36 z.wei Konvente hinausgewachsen sei, daß die Uebersiedlung nach Palästina bereits ihr konkretes Ziel sei; die anderen stehen dieser „Einseitigkeit" skeptisch gegenüber. Der Jugendtag gibt der Jugend Gelegenheit, vor größerem Kreise darzulegen, was sie will. K.J.V.-er, kommt zum Jugendtag, hört und handelt! Er kann ein nationaler Festtag werden, der uns hinaushebt über den Stumpfsinn und die Eintönigkeit und die Verzweiflung dieser Kriegszeit. Kommt und genießet die Erfrischung eines solchen Festtages! Programm des Jugendtages Sonnabend, den 5. Oktober, abends: Vortrag von Bub er, veranstaltet vom Volksheim. Sonntag, den 6. Oktober, vormittags: Großes Meeting in den Spichern-Sälen, Redner: Blumenfeld und Walter Moses. Sonntag, den 6. Oktober, nachmittags: Sportfest, veranstaltet von der Turnerschaft. Sonntag abend: Einzelveranstaltungen der Organisationen. Die Veranstaltung des K. J.V. wird besonders bekanntgegeben. Montag vor- und nachmittag und Dienstag vormittag: Verhandlungen. Teilnahmeberechtigt ist jedes Mitglied einer nationaljüdischen Juorganisation Referate : C a 1 v a r y und Ferdinand Ostertag über Erziehungsfragen, Arlos@roff über Hebräisch, B u b e r über Jugend und Religion, Walter Moses über Hechaluz. Montag abend: Sitzung des Weiteren Ausschusses, wozu die Delegierten noch zu wählen sind. Dienstag nachmittag: Fest in Drewitz, veranstaltet vom Blau-Weiß, mit Schlußansprache von Felix Rosenblüth. Ort der Verhandlungen: Spichern-Säle (Untergrundbahnhof Nürnberger Plalz). Zwei Konvente a) Ein Konvent des Bezirksverbandes Berlin Ein der Alt-Herren-Frage gewidmeter Konvent vom 6. Juli 1918 wird für die Organisierung der Alt-Herrenschaft nicht ohne Folgen bleiben. Das liegt wahrscheinlich daran, daß' sein Besuch an und für sich miserabel war; Von gegen 70 in Berlin anwesenden Alten Herren erschienen 15; aber die Erschienenen fühlten um so stärker, wie sehr •alle Versuche, die tiefgehenden Unstimmigkeiten unter den Alten Herren zu beseitigen, an der Gleichgültigkeit der im Kartell derzeit führenden Gruppe scheitern. Man fand sich unter sich, eine kleine Zahl van Bundesbrüdern, die alle von der Notwendigkeit, das Gemeinschaftsgefühl wieder zu gewinnen, überzeugt sind, und frei konnte die Kritik an der Gegenwart sich aussprecheitt und klären. Ein kurzes Referat von Leiewer leitete die Debatte ein: Er beklagte mit scharfen Worten den Zustand an, der Opposition und Inaktivität bereits zu identischen Begriffen gemacht hat. Der Austritt einer großen Zahl der älteren* Bundesbrüder nach dem Kriege sei fast unvermeidlich. Sicherlich wäre es eine Aufgabe des Bezirksverbandes, die Differenzen auszugleichen, über die Erscheinungen und Erziehungsprinzipien«im Kar- M