Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 10-12 (März 1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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am 4. -Januar an den Geschäftsführenden Ausschuß; n.ddifolgendes Schreiben: „Nachdem wir über den Stand der Vorverhandlungen hinsichtlich einer deutsch-jüdischen Konferenz unterrichtet worden sind, bitten wir. den Geschäftsführenden Ausschuß dringend, dafür Sorge zu tragen, daß die entstehende Konf erenz unter keinen Umständen ein Notabelnkofnitee sondern eine Repräsentanz von Organisationen werde Und daß die Zionistische Vereinigung ür Deutschland^ möglichst auch die zionistischen Jugendorganisationen, eine ihrer Bedeutung entsprechende Zahl'von Vertretern erhalten." Auf dieses Schreiben lief am 9. Januar folgende Antwort der Z. V. f. D. an den Bezirksverband ein: „Auf Ihr w. Schreiben vom 4. d.. M. erwidern wir Ihnen ganz ergebenst, daß die geplante deutsch-jüdische Konferenz eine Repräseür tanz der deutschen Organisationen werden wird. Was die Beteiligung der Jugendorganisationen anlangt, so werden wir bei der ersten Sitzung, an der wir selbst beteiligt sein werden, einen diesbezüglichejti Antrag stellen." An dem gleichen Diskussionsabend vom 2. Januar gaben wir KarJ Glaser, dem neugewählten Sekretär der nationaljüdischen Jugendorganisationen, Gelegenheit, sein Arbeitsprogramimi \zu entwickeln. Die Leitung des Bezirksverbandes liegt in den Händen von Walter Pinner, Egon R o s e n b e r g und Fritz Ko r e t ' Januar 1918 Walter Pinn er Nachtrag Anfang März. Daß den hier berichteten Vorgängen die Gründung der Viod folgte, ist bekannt. — Eine neue Aufgabe ist dem Bezirksverbande aus der initiative von Martin Buber entstanden. Die Aussicht, nach dem Kriege in Palästina ein beschleunigtes Tempo der Kolonisation zu erreichen, ließ ihn die Frage aufwerfen, nach welchen Grundprinzipien die dortige Gemeinschaft entstehen solle. Er fordert die Sicherung „sozialer Gerechtigkeit", die Verhinderung der kapitalistischen Versumpfung. Es. ist zweifellos wertvoll, bereits jetzt zu prüfen, wieweit seinen naturgemäß vom Kulturellen ausgehenden Forderungen entsprochen werden kann, ohne' die Erstarkung des wirtschaftlichen Lebens zu hindern, und welche Mittel umfassender Sozialpolitik unszur Verfügung stehen. Einen etwas flüchtigen Bericht über diesen Diskussionsabend brachte die Jüdische Rundschau. Es soll nun versucht werden, durch Einzelstudien weitere Klärung zu schaffen. Der gemütliche Teil der Tätigkeit des B. V. soll durch regelmäßige Zusammenkünfte mit den Frauen der verheirateten Bundesbrüder ausgestaltet werden.. Der erste dieser Abende, an dem S all i Hirsch einen interessanten Bericht über die Juden in Riga beisteuerte, war recht gut besucht und hat allgemein den Wunsch regelmäßiger Wiederholung hervorgerufen, um den sich anknüpfenden Verbindungen der verschiedenen sonst isolierten Kreise Gelegenheit zur Festigung zu geben. W. P. VERSCHIEDENES Bbr. Rechtsanwalt Nemann in Gnesen tucht, da er eingezogeir wirä, für sofort. einen-geeigneten Vertreter für seine Praxis. Meldungen an ihn direkt!