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Der jüdische Student · 1918-03-01 · Heft 10-12 (März 1918) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 10-12 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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- Die ersteVeranstaltung diente einem Berichte von Herrn Berger über die Juden in Polen, (der zu lebhaften Erörterungen über die wahrsdheinliche und erwünschte kulturelle Entwicklung Anlaß gab. Der folgende war der Frage eines jüdischen Kongresses in Deutschland gewidmet. Egon Rosenberg referierte und. sprach für einen Kongreß der Juden der Zentralmädhte. Durch Vereinigung mit den Juden Bulgariens und Gesterreich^Uhgarns glaiubte er, den national-jüdischen Einfluß« ausreichend verstärken zu können. Dieser Idee wurde widersprochen, da sie die aussichtsreiche Kongreßbewegung in Oesterreich-Ungarn stören würde, eine Ansicht, die bei späteren Erörterungen auch von Hantke energisch betont wurde. Dagegen konnte Klee berichten, daß er durch' ein Privatgespräch mit Geheimrat Fuchs, dem neuen Vorsitzenden des Zentral- .vereins, den Eindruck gewonnen habe, daß eine Verständigung auf dem Boden des amerikanischen Kongreßpnogrammes möglich sei. Trotzdem er selbst die außerordentlichen Schwierigkeiten nachwies, die sich bei der Schwäche der national-jüdischen und zionistischen Organisationen in Deutschland einer wirklich wertvollen Kongreßbewegung entgegenstellen, traf Klee die allgemeine Stimimung mit dem Vorschlage eines Schreibens an den Ge-* schäftsführenden Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, in dem der Bezirksverband die Bitte aussprach, „die Frage einer Kongreßbewegung in Deutschland, die er für außerordentlich' erwünscht hält, zu prüfen und sobald als möglich vorbereitende Schritte zu ihrer Durchführung zu ergreifen." Dieses Schreiben, das am 16. November 1917 abging, scheint mitgewirkt zu haben, daß die von Geheimirat Fuchs gleichzeitig angeregten Unterredungen von vornherein zur Vorbereitung eines Kongresses ausgenutzt wurden. Bereits Ende November konnte Hantke in einer kleinen Beratung, zu der auch die Leitung des Bezirksverbandes hinzugezogen war, die Hoffnung einer weitgehenden Programmverständigung aussprechen. Hatte man daimals auchi im (allgemeinen an einen Kongreß gedacht, dem eine größere Wahlbewegung vorangehen sollte, so stellte sich sehr bald heraus, daß es sich doch um eine Konferenz der verschiedenen Organisationen handeln könne. Zur Vorbereitung eines Kongresses durch Wahlen und Agitationen fehlen die Redner, die heizbaren Säle und vor allem die polizeiliche Versammlungsfreiheit. Da "außerdem Anfang Dezember Paul Nathan Einladungen an die „Notabein" mit Ausschluß der Zionisten ergehen ließ, Jim eine „bevollmächtigte Instanz, den Willen der deutschen Juden kundzutun" zu schaffen, zwang auch die hier drohende Gefahr zu. »rascher Anpassung. Es ist bemerkenswert, daß die Notabeinsitzung Nathan nötigte, mit uns Zionisten zu verhandeln, und daß es bei diesen Verhandlungen ohne Schwierigkeiten gelang, mit den Führern des Zentralvereins und des Gemeindebundes zu vereinbaren, daß an Stelle eines Komitees unverantwortlicher Notabein eine Konferenz der Organisationen zu treten habe2 deren Vertreter für ihre jüdische Haltung der Oeffentiichkeit und ihren Organisationen verantwortlich seien. Die Weihnachtssitzung des Zentralkomitees hat sich (mit diesem Vorgehen einverstanden erklärt! Am 2. Januar 1918 gab »L o e w e h s t e i n imi Bezirks verband einen Be~ ridht über den Stand der Frage und ihre Behandlung auf der Zentralkomiteesitzung. Wiederum auf Anregung von Klee, der als Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Z. V. f. D. die Unterstützung durch die Alt-Herrenschaft des K. J. V. zu schätzen weiß, richteten wir daraufhin

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