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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 73)
Language
German
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Der jüdische Student 73 äbsichtigen. Wir würden ihnen dann mitteilen, für welche lokalen Aufgaben (z. B. Keilarbeit) wir ihre Hilfe brauchen können. Folgende Bundesbrüder sind in Gefangen Schaft geraten: Siegfried Dreifuß aus Wolfenbüttel: Prisoner of war Unteroffizier . . ., No. 10508 Baracke D2. 11. Komp, Caap I, Dorchester Darset {England); Hugo O e 1 s n e r aus Gnesen: Vizefeldwebel H. O., Minenweifer 279, PiisoKer of var Camp stobs Hawick No.l0§42; Franz Them 2l \ aus Berlin; Ssn.-Gefr. F. Th., No. 6220, Prisoner of war CampA Base- Depot, France (in englischer Gefangenschaft auf französischem Boden). Von unseren kriegsgefangenen Bundesbrüdern Ernst Dessau sandte uns aus englischer Gefangenschaft Rauschhaschono -Glückwünsche. Leo Dzialeszynski, in französischer Gefangenschaft, schrieb am 30. 7. 17 an eine Bekannte folgenden Brief: Für das mir zugesandte Liebesgabenpaket und Gruß gestatte ich mir dem Komite für jüdische Krieg sgefa«gene sowie Ihnen meinen herzlichsten Dank auszusprechen, Gern würde ich Ihnen einige interessante Aufzeichnungen als Gegenleistung geben, aber was kann sich denn Wissenswertes ereignen innerhalb eines von Drahtverhauen umgebenen Platzes, wo ein Tag dahingeht wie der andere in ständiger Erwartung des Friedens. Leider ist und bleibt es bis auf weiteres eine getäuschte Hoffnung. Uns h»er in Gefangenschaft ist das Los zuteil geworden auszuharren, bis der Tag der Freiheit wieder schlagen wird und uns wieder zuführen wird unserer Tätigkeit und unseren Idealen. Dreifuß' Adresse ist j*tzt bekannt, s. oben. Joseph Friedmann schreibt aus russischer Gefangenschaft: A'schfnsk, d. 2. 9. 17. Nach seVr langer Zeit und nach mehieren Zuschriften meinerseits erhalte ich endlich eine Nachricht ven Euch; der Brief ist vom i2L 5. datiert, ist also ein reichliches Vierteljahr unterwegs gewesen. Da ich mit Nachrichten von Hause nicht allzu sehr verwöhnt werde und insbesondere von K. J.V.er Seite die letztere die erste war, so war meine Freude ganz besonders groß. Ich darf selbst kaum so viel schreiben, um meinen Angehörigen zu genügen, geschweige denn, daß es mir möglich ist, einzelnen Bundesbrüdern zu schreiben. Ich bitte daher, besonders den Breslaüern nahezulegen, daß sie mir schreiben dürfen. Mein Leibbursch Siegbert Hirschbruch ist kurz vor me'ner Gefangennahme schwer verwundet worden. Ich möchte gern etwas über sein Ergehen wissen. Ihr habt mir mitgeteilt, daß Bbr. Grzebinasch gleichfalls in Sibirien ist. Da ich sein Regiment nicht kenne, so läßt sich seine Adresse nicht ermitteln. Teilt mir bitte seiae Adresse mit. Für die angekündigte Büchersendung seid bestens bedankt. Könntet Ihr mir nicht durch den

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