Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Der Jüdische Student bzw. Abmeldungen mitzubringen sind; die Verhältnisse in dieser Beziehung sind hier sehr schwierige. Militärurlauber lassen sich am besten auf dem Ankunftsbahnhof die Karten aushändigen. Finanzbericht Der Stand der Präsidialkasse ist verhältnismäßig günstig. Unseren Schulden (an die Buchdruckerei Saling) steht ungefähr ein gleicher Barbestand gegenüber. Der Kriegsetat für das kommende Jahr zeigt folgende Zahlen: Einnahmen Präsidialbeiträge W.S. 17/18 6000 M. S.S. 1918 6000 „ Eingänge von Außenständen 3000 „ 15000 M. Ausgaben Bürounkosten: Gebälter...... 4800 M. Büromaterial, Porto . . 2000 „ Miete, Licht, Telefon. . 1200,, Rundschreiben (6Xzu 150 M.) 900 Interne J.St.en (6X zu 600 M.) 3600 „ Adressenliste (3Xzu 250M.) 750 „ Keilressort...... 1000 „ Karlelltag....... 350 „ Eventualia...... 400 „ 15000 M. In diesem Etat sind die Einnahmen ziemlich hoch gegriffen. Unser Kartell hat jetzt über 1000 Mitglieder. Bei einem Sein esterbeitrag von 10 Mark würden die Solleinnahmen, ohne die Eingänge aus den Außenständen, im Jahr 20 000 Mark betragen. Da aber die Zahl der Bundesbrüder, die während des Krieges nicht zahlen können, sich stetig vergrößert, so dürften wir, falls wir bei dem bisherigen System der Besteuerung bleiben, die vorgesehene Summe von 12 000 Mark kaum erreichen. Mit dem Ergebnis der Friedensspende (bis jetzt über 16 000 Mark), deren Realisierung erst im Frieden erfolgen soll, kann vorläufig nicht gerechnet werden. Die Ausgaben lassen sich nicht verringern. Eine Beschränkung der Seitenzahl des J. St. oder ein Einstellen der Feldpostrundschreiben würde von der Mehrheit des Kartells nicht gebilligt werden. Die Bureauunkosten werden ständig größer. Das Präsidium beschäftigt jetzt drei Damen, die die nötigen Arbeiten kaum bewältigen können. Die umfangreiche Tätigkeit des Keilressorts, der ■erfreulicherweise außerordentlich groß gewordene Schriftverkehr mit den Bundesbrüdern, die Organisierung der Zusammenkünfte im Felde rechtfertigen diese erhöhten Ausgaben. Nicht berücksichtigt ist hier der „jüdische Wille", dessen Kosten durch Abonnementsbeiträge gedeckt werden müssen. Weit ungünstiger liegen die Finanzen der Verbindungen.