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Der jüdische Student · 1917-09-01 · Heft 5 (September 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 5 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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oder hat starke Kenntnisse. Der Unterricht selbst ist vor allem auf Erlernung der modernen Sprache gerichtet, außerhalb des Unterrichts wird einmal wöchentlich gemeinsam Bibel aiuf Hebräisch gelesen. Im vorigen Winter wurde ein Burschenkursius über die Geschichte des Zionismus veranstaltet, in den Ferien ein Palästtnlakursus. An sportlichen Veranstaltungen fanden statt: Fechtein, Schwimmen und Wandern. Die Bundesbrüder beteiligen sich starkf an der Arbeit der Ortsgruppe, an der Tätigkeit des von ihnen gegründeten jüdischen! Mädchenbunds „Hatikwah" und im Blau-Weiß. In unserer Frankfurter Verbindung, die den Namen V. J. St Bar Kochba führt, waren im Winter 3 Aktive, 4 Inaktive und 3 Alte Herren, im Sommer 2 Aktive, 4 Inaktive und 5 Alte Herren, wozu 2 Inaktive und 3 Alte Herren kommen, die in der Nähe von Frankfurt wohnen und am Korporationsleben teilnehmen können. Die Keilarbeit zeigte einen bedeutenden Fortschritt: im Winter wurde 1, im Sommer wurden 5 Keilfüxe aktiv. Es fand Tendenz- und Kommentunterricht statt, ein hebräischer Kursus wurde in diesem1 Semester erstmalig eingerichtet. Ein Biurschenkursus fand niclht statt, es wurden aber im vorigen Winter regelmäßige Preßreferate gehalten. Es wird gerudert und gewandert. In der Zionistischen Jugendgruppe und im Blau-Weißbeteiligen sich Bundesbrüder an der Arbeit. In Heidelberg und Mannheim hat sich besonders in diesem Semester ein ziemliches Korpjorationsleben entwickelt. In beiden Orten zusammen betrug die Zahl der Alten Herren im Winter 4, im Sommer ebenfalls, der Inaktiven im Winter 4, ebenso im Som?* mer, die der Aktiven und O. V. G. im Winter 3, im Sommer 12 Die Aktivmeldungen im Sommer-Semester waren ziemlich zahlreich. Im Winter wird die Zahl der anwiesenden Bundesbrüder wieder geringer sein. In diesem Sommer-Semester fand Tendenz-, Komment- und Palästinaunterricht statt, für Füxe ferner ein Geschichtsrepetitioiiskurs. Hebräisch wird von manchen Bundesbrüdern privatim gelernt. Für die Burschen fand in diesem Semester ein Kursus (nach dei Art des Berliner Kursus bei Herrn Rubaschoff) statt. Es wurde gefochten, geschwommen und gewandert. Im Blau-Weiß arbeiten die Bundesbrüder sehr intensiv mit. Neben diesen Verbindungen, bei denen von einem regelrechten Betrieb gesprochen werden kann, fanden sich zufällig hier und da Bundesbrüder zusammen, und es kam dadurch zuweilen für einige Monate zu richtigem Korpjorationsleben mit Keilerfolgen und syste» matischer Erziehung. So war es im' Winter-Semester in Leipzig und in Greifswald, so ist es jetzt in Straßburg. In Börnig Fr ei bürg und München (Jordania) ist von irgend welchem Korporationsbetrieb nicht die Rede. Dasselbe gilt Xron unserer Kartellverbindung der Kadimah in Wien. Das Bild der Arbeit in unseren Verbindungen ergibt sich hiernach ziemlich deutlich. An den zuerst und ausführlich besprochenen

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