Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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eine Reihe widriger Umstände, Erkrankung des in Aussicht genommenen Bundesbruders u. dgl, hat sich diese Angelegenheit ziemlich verzögert. Nunmehr hat Bbr. Hold he im im Auftrage des Präsidiums die Abfassung dieser Briefe und die Führung der Ein- -zelkorrespondenz übernommen; es sind bisher im ganzen vier Briefe herausgegangen, davon zwei von Holdheim verfaßt. - Die Präsidiumsprotokolle sind regelmäßig im J. St. veröffentlich i worden. Sie wurden sofort nach der Sitzung den im Felde befindlichen Präsidiumsmitgliedern mit Erläuterungen zugewandt, und von diesen vielfach beantwortet. Sie bildeten ein wertvolles Mittel, den nicht in Berlin befindlichen Präsidiumsmitgliedem die Mitarbeit zu ermöglichen. ' Soviel von der Tätigkeit des Präsidiums. Wir berichten nachstehend in kurzer Zusammenfassung über den Stand der Kar- ± e 11 v e r b i n d u n g e n. In Berlin sind nach wie vor der V. J. St. Berlin, die Hasmonaea und die Maccabaea (vom V. J. St Charlottenburg sind keine Aktiven anwesend) zum K. J. V. Berlin zusammengeschlossen. Der Ruder- V. J. St. gehört dem K. J. V. Berlin nicht an und hat zusammen mit dem Ruderklub Ivria einen eigenen sportlichen Betrieb, während seine Aktiven die Tendenzveranstaltungen im K. J. V. Berlin mitmachen Obwohl die Berliner Verbindungen an Zahl immer noch die stärksten sind, haben sie doch ebenfalls schon unter dem Mangel an geeigneten Leuten zu leiden und sind durchaus auf die Mitarbeit der Inaktiven und Alten Herren angewiesen. Die Keilarbeit brachte, wie die oben angeführten Tabellen beweisen, recht gute Ergebnisse. Der innere Betrieb bestand wie gewöhnlich aus Komment- und Tendenzunterricht, der für beide Semester getrennt erteilt wurde Ein Kursus für Palästinakunde fand ebenfalls in beiden Semestern statt. Was den Geschichtsunterricht anbetrifft, so wurde dieser im Wintersemester von Herrn Rubasehoff er!eilt, einem russischen Zionisten, der hier in Berlin Geschichte studiert. Er ist ein Schüler Dubnows und arbeitet in Berlin bei Professor Meinecke. Sein Kursus behandelte die Geschichte der jüdischen Geschichtsschreibung und muß1 in jeder Beziehung als eine hervorragende Veranstaltung bezeichnet werden. Allerdings verfolgt sie nicht den Zweck, Füxen, die von jüdischer Geschichte noc'h nic'hts wissen, das notwendige Tatsachenmaterial zu übermitteln, vielmehr suchte sie bei älteren Bundesbrüdern, die gewisse Vorkenntnisse mitbrachten, ernsthaftes Verständnis zu erwecken. An dem Kursus beteiligten sich stets eine große Anzahl von Alten Herren. Im Sommer-Semester fand sich niemand, der zur Erteilung des Geschichtskursus geeignet ^gewesen wäre. Der Tendenzfuxmajor gab den Füxen einige Wieder« holungsstunderi. Hebräisch wurde in beiden Semestern gelernt, im erstell; Semester in zwei Kursen, irri zweiten Semester nur in einem. Zur Teilnahme waren alle Aktiven verpflichtet mit Ausnahme der