Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Der Jüdische Student _\_ Die Keilergebnisse dieses Semesters sind die besten seit Kriegsausbruch1. Was die Herkunft der Füxe anbetrifft, so stammten im vorigen Semester aus Berlin 14, aus Ober-Schlesien 3, aus Königsberg, Breslau, Posen (Stadt und Provinz), Hamburg je 2, aus Stettin, Frankfurt, Cöln, Mannheim, Bremen, München, Kiel, Lothringen, Rheinprovinz je 1. Die meisten Aktivmeldimgen stammten also aus Großstädten, ein besonders geringer Teil aus West- Deutschland. In diesem Semester stammen aus Berlin 23, aus Breslau 6, dem übrigen Schlesien 1, aus Königsberg 5, dem übrigen Ostpreußen 1, aus Straßbürg 3, aus Frankfurt a. M. 2, dem sonstigen Hessen 8, aus Heidelberg, Mannheim 2, aus Rheinland und Westfalen 5, ferner aus Westpreußen, Pommern, Oldenburg und Bayern je 1, aus Posen (Land) 2 Füxe. Ferner stammt 1 Fux aus Oesterreich, 1 aus Palästina. Das Semester zeigt also eigentlich am Orte sämtlicher Verbindungen, aber auch an Orten, wozufällig vorübergehend sich Bundesbrüder aufhalten, wie in Marburg und Gießen, eine starke Zunahme der Keilerfolge, die auch im Felde zu konstatieren ist. Besonders in Frankfurt ist der Aufschwung ein erfreulicher. Was den jüdischen Standpunkt der neuen Füxe anbetrifft, so handelt es sich größtenteils um Profüxe und es ist nur verhältnismäßig selten gelungen, uns innerlich fernstehende Menschen zu gewinnen. Das liegt an dem aligemeinen Mangel an Bundesb rudern und besonders an keiltüchtigen Bündesbrüdern, natürlich auclh an der nicht genug zu betonenden Interesselosigkeit mancher Bundesbrüder. Die Keilfüxe sind bei ihrem Eintritt ins K. J. V. gewöhnlich Nationaljuden, häufig Zionisten und stammen in immer zunehmendem Maße aus dem Blau-Weiß. Die Keil erf o lge des K.C. sind ungefähr ebenso große wie unsere, wobei man einerseits berücksichtigen muß, daß es uns im Frieden in weit höherem Maße gelingen wird, dem K. C. Leute abzukeilen und es andererseits dem K. C. zu Statten kommt, daß die piaritätischen Verbindungen fast gar nicht arbeiten, die ihm sonst einen Teil seiner Keilerfoige genommen hätten. Großzügige Keilreisen wie im Frieden verbieten sich von selbst. Keilkneipen sind ebenfalls kaum zustande gekommen, es ist aber möglich, daß in nächster Zeit einige stattfinden. Zur Aufklärung über die Tendenzen des K. J. V. waren wir auf Briefe und allgemein national-jüdische Literatur angewiesen. Neuerdings haben wir uns in Gestalt des öffentlichen J. St., der mit einem Begleitbrief in großzügiger Weise an alle uns erreichbaren Keilfüxe versandt wird, ein brauchbares Keilmittel geschaffen. Dien entscheidenden Fortschritt wird die öffentliche Zeitschrift bedeuten, die bald herauskommen wird und endlich die Möglichkeit systematischer, jahrelang fortgesetzter Propaganda gewähren wird, wie sie der K. C. seit jähren besitzt. Wir haben der künftigen Friedenskeilarbeit auch