Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 4 (August 1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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teiligi sein. Die Blau-Weiß,-Abteilung unterstehtmc'ht "dem: *lJfebeK weisungsres'sort. : Das K.J. V. behält Keilarbeit und die alten ihm zusagenden Formen des Verkehrs und gemeinschaftlichen Lebens. Gemeinsame Pflichten sind unbedingte Satisfaktion, Geschichtsunterricht, Unterricht im Hebräischen. In diesen drei Punkten gemeinsamer Arbeit liegt die Gewähr eines festen Zusammenhangs im K.-J. V., wie auch der gesellige Verkehr durch gemütliche Zusamt menkünfte, an denen alle teilzunehmen haben, gepflegt werden muß. Wenn sich dann die Blau-Weiß-Abteilung im K. J. V. und das korporative K J. V. ihrer Eigenart entsprechend fortentwickein, jeder seinen Geist und seine Art strebend ausbaut, werden beide dauernde Befruchtung voneinander genießen, nur das> K. J. Vi wird die umfassende Vertretung der jüdischen Akademiker sein, die ihr Lebensziel in dei Gesundung des jüdischen Menschen, des. Judentums sehen. Wandervogel und Blau-Weiß Von Curt N o a h J a c o b y (V. J. St. Maccabaea-KÖnigsberg), z. Zt. Stammtisch Mumaba Der W. V. entstand aus der Not, die die kapitalistiscne Ordnung nicht .nur in wirtschaftlicher, sondern auch geistiger Form schuf. Unbewußt zuerst, denn die da wanderten, taten es nicht" unter dem Drucke schlimmer wirtschaftlicher Verhältnisse, sondern in jugendlich frühester Bejahung eines gesunden > Lebens, das ihnen draußen im Walde, auf blumiger Wiese und sonnenumwobener Bergeshöne seine Schönheiten erschloß. Daraus erwuchs ihnen die tiefe' Liebe zu ihrem Volke, die sie seine Not recht sehen und fühlen ließ, die ihr Verhältnis zum Heimatboden bestimmte. Daraus erwuchs ihnen der Geist, der sie die modernen Großstädte und ihre Dasenisbedingumgen ablehnen hieß, und ihre Sehnsucht, aus ihnen heraiiszukonu men. Darum bauten in weiterer Entwicklung die, die es irgend konnten, Landheime. Ein Haus, eine Hütte mit einem Stück Land dazu,, wo sie graben und. ackern, pflanzen und säen konnten, wo ihne&: der tiefe Sinn der Bodenständigkeit des fest in seinem Grande wurzelndem Bauern aufging. Und weil das alles noch in- 'natürlichiern^. jugendlichem Drang geschah, waren alle willkommen, die gleichen Idealen huldigten, waren sie nun Christen oder Juden. Aber sie wurdem älter und mit ihnen der W. V, als solcher. Der Wert und die Werte ihrer arischen Rasse, ihres deutschen Volkes einerseits und andererseits unser Kulturleben, an dessen Hohlheit und Ver- . logenheit die Fremden, die Juden, schuld seien, machen sich ihnen, immer fühlbarer. Spiel und Tanz und Märchen vermögen sie nicht mehr darüber hinwegzutröstea, vielmehr will der Geiste der* ihnen-