Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 4 (August 1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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548 Der Jüdische Student ( " ";''"^r'^'-% r' :^-'^ uns stoßen sich viel härter in der Diskussion die Gedanken als die Realitäten bei der praktischen Arbeit. III. Alt-Herren-Organisation Wenn somit auch die Schaffung einer besonderen Zentralinstanz für Alt-Herrenangelegenheiten abzulehnen ist, so ist doch ein Ausbau der Alt-rierren-Öjnganisationen dringend erwünscht. Die Bezirksverbände müssen neu organisiert werden, sie müssen die einzelnen Alten Herren zu jüdisch^nationaler Tätigkeit anregen. Gegen dag Stimmrecht der Bezirks verbände auf den Kartelltagen wird miaji grundsätzliche Bedenken nicht haben; nur dürfen die Korporationen nicht majorisiert werden. Daneben erscheint die Einführung besonderer Alt-Herren-Tagungen angezeigt, auf denen spezifische Alt- Herrenfragen besprochen werden können, z. B. die Mischehenfraget die Frage der jüdischen Schule. Diese Alt-Herren-Tagungen;wird man' vielleicht im Anschluß an den Kongreß; oder den Delegiertentag abhalten können, auf denen sich ohnehin ein großer Teil der Alten Herren zusammenfinden wird. Diese Zeilen geben keine erschöpfende Behandlung der angeschnittenen Fragen, sie sollen nur die .Richtung angeben, in der nach «unserer Ansicht die Löisüng des Korpiorationsprobfems1 feu finden ist. Ueberhaupt wird es nicht angängig sein, die Reform nach dem Kriege durch eine Reihe plötzlicher Konventsbesdilüs&e herbeizuführen; vielmehr wird das Ziel nur durch allmähliche langsame aber zielbewußte Arbeit nadi dieser Richtung hin erreicht werden! können. Der Blau-Weiße im K.J.V. Von Erich Jaruslawsky (V.J. St. Jordania, Ivria), z. Zt. Stammtisch Mumaba Wenn ich heute die Stellung des Blau-Weißen im K. J. V. betrachten; will, wie ich sie »augenblicklich sehe und wie ich mir ihre Entwicklung vorstelle, po tue ich es von einem Standpunkt, der sich bemüht, dem Geist und Willen der Blau-Weißen und der Korporativen1 gerecht zu werden. Wie weit ich mich den bisher im J. St. und in den verschiedenen Rundschreiben geäußerten Darlegungen! auch ianschließe, sie haben alle ihren Einfluß auf die in mir seit Eintritt itt das .Korpiorätionsleben vorhandenen Reformierungsbestrebungen gehabt. Das ist schon lange her und ich fciann heute gut drei Stufen unterscheiden, die erste/als ich glaubte, daßi eine Refortnierung innerhalb des K. J. V. (damalig K. Z. V.), durchgeführt werden müßte, die zweite, als ich es für möglich und fast wiürischenswert