Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- 15. Kreigsheft (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der Jüdische Student 469 Bonn-Köln. Nachdem der V.J. St. Berlin dankenswerterweise das Protektorat über die V.J. St. Bonn übernommen hat, werden unsere Bundesbrüder wieder ab und zu durch die Rundschreiben an die Existenz unserer Verbindung erinnert Die Bonner Bundesbrüder werden aufgefordert, Beiträge und Aufsätze dafür dem Unterzeichneten zuzusenden. Die örtliche Leitung und insbesondere die Kassenverwaltung der V.J.St. Bonn hat A.H. Fritz Elkan, Cöln, Gilbachstraße 31, übernommen. Zuschriften für die V. J. St. Bonn sind an seine Adresse zu richten. Auch auf diesem Wege werden alle Bundesbrüder, die noch Beiträge schuldig sind — und es sind deren leider viele — gebeten, ihre Schulden zu bezahlen. Die spärlichen Ueberbieibsel der Cölner K J. V.-er treffen sich jeden Samstag Abend an einem Stammtisch. Bundesbiüder, die durch Cöln kommen, werden gebeten, sich an den Unterzeichneten zu wenden. Personalia: A. H. Arthur Weinmann bestand das medizinische Doktorexamen mit gut, die a. B. Max Hertz-Bonn und Ernst Weiner bestanden das Physikum, letzterer mit gut. Fritz Elkan, Cöln, Gilbachstr. 31 Bücher. Tagebuch für die jüdische Jugend 5677 (1916/1917). Wien 1916. R. Löwit, Verlag. Das von Marcus herausgegebene und von ihm hier bereits angezeigte Tagebuch ist inzwischen erschienen und liegt sogar schon in 2. Auflage vor. Bekanntlich wird es sehr verschieden beurteilt. Mir scheint die Idee eines derartigen Jugend-AImanachs sehr vernünftig (wir können gar nicht genug Werbe- und Erziehungsliteratur haben!) und die Wahl der Themen beweist redaktionelles Verständnis. Die Beiträge selber jedoch sind leider recht ungleichmäßig. Derallerschwäcbste Teil ist — wie immer in jüdischen Publikationen — der illustrative. Marcus hat die Sache allein gemacht, ohne die Unterstützung der „maßgebenden" Stellen oder gar gegen sie. Deshalb soll ihm vieles zu gute gehalten werden. Es ist zu wünschen, daß das Tagebuch weiter erscheint. Will die Blau-Weiß-Leitung die Idee nicht aufgreifen und die folgenden Jahrgänge als ihre Publikation erscheinen lassen? Sie werden dann besser ausfallen als der erste. Schon jetzt muß das Buch übrigens bei nicht ganz Eingeweihten das unangenehme Mißverständnis erwecken, daß es vom Blau-Weiß ausgehe. Erich Cohn Vakanzen A. H. Referendar Fritz Blankenfeld weist wiederholt auf eine ausgezeichnete Anwalts Vertretung in Alienstein hin. Meldungen an ihn, Allenstein Markt 32.