Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- 15. Kreigsheft (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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» Der Jüdische Student 467 Sehr dringlich! Bbr. A. H. Dr. Albert G o I d b e r g, Stabsarzt beim Kriegslazarett 8, Deutsche Feldpost 800, sucht für die Monate Juni bis September einen Vertreter für seine Stellung im Lazarett (Assistenz-, Ober-, Stabs- oder Zivilärzt). In jeder Beziehung sehr empfehlenswerte Stellung! Meldungen sofort an Ooldberg. BERICHTE V.J. St Maccabaea, Königsberg Ortsanwesend : Alte Herren : B e r 1 o w i t z, B e r m a n ii, F r i e d - mann» Josephson t Kalmus, A. Klewansky, Pelz, Perlis, S a n d 1 er, Stein. Burschen: H. Herrmann, Max Herrmann, Hirsch, Klewansky, Konn, Julius Lewinsohn, Petz all, Schloßberg, Berlowitz, Hollendersky. Füxe: Bing, Peritz, Rabin owitz, Samt er, Schere schewsky, Sonnenfeld. Auch im vergangenen Semester hatten wir einen verhältnismäßig lebhaften Betrieb. Im November kam leider Kurt Rosenbaum weg, der sowohl in der Verbindung wie in der Zionistischen Ortsgruppe sehr eifrig mitgearbeitet hatte. Es wurde ein Burschenkursus über die Klassiker des Zionismus abgehalten; es sprachen Klewansky über Moses Heß, Bermann über David Pinsker, Konn über Theodor Herzl, Sandler über Ach ad Haam, Lewinsohn über Martin Bnber. Außerdem hielt Schloßberg ein Referat über die Rundschrelben der Kartellverbindungen und Pelz einen Vortrag über Erziehungsfragen, an den sich eine ausgedehnte Diskussion anschloß. Einen erfreulichen Aufschwung hat die Beschäftigung mit dem Hebräischen sowohl in der Maccabaea wie in den zionistischen Kreisen in K. überhaupt genommen, seitdem im Herbst Bermann aus Heidelberg zu uns übersiedelte. Er ist mit hebräischen Stunden bereits so besetzt, daß er keine weiteren Schüler mehr annehmen kann. Den Bundesbt ädern gibt er einen Kursus für Vorgeschrittene, der für alle dienstlich Abkömmlichen offiziell ist; die Teilnehmer sprechen auch außerhalb des Unterrichts mit einander nur Hebräisch. Außerdem unterrichtet er einen Kreis von Schülern, die wir als „unsere Jungen" bezeichnen können, im Wesentlichen die Mitglieder des Wanderbundes, die ebenfalls immer mehr mit einander Hebräisch sprechen. Die Bundesbrüder im Felde hat B. aufgefordert, mit ihm Hebräisch zu korrespondieren; die einlaufenden ßriele bti det er ihnen korrigiert zuiück; auf Wunsch wird ihnen ein Exemplar des „Rath" von der Verbindung kostenlos geliefert. Seit einigen Monaten ist eine Feld Wanderbibliothek eingerichtet worden; sie umfraßt jetzt 60 Werke in 115 Exemplaren; die Bücher werden ins Feld geschickt und, nachdem sie gelesen sind, im beigefügten, bereits mit Adresie versehenen Briefumschlag zurückgeschickt, worauf sofort Versendung an neue Leser erfolgt. Der Verpflichtung zur schnellen Zurücksenduug wird meistens gewissenhaft entsprochen.