Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 13. Kriegsheft (26.1.1917)
- Date
- 1917-01-16
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3537599-3537613-3537619--3783-3541521- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
370 Der Jüdische Student Bereicherung dienen. „Gemütliche" Zusammenkünfte erheben wirklich das Gemüt. Andre Zusammenkünfte siehe im Abs. 3. 10. Im KJ. V müssen zum Zweck geregelte* Keilarbeit die Faxe und Burschen überwiesen werden. Die Folgen dieser zwangsweisen Zuteilung eines Wirkungskreises sind bei solchen, die nicht Erstchargiertennaturen sind, sehr schlimme. Die Jahre der fruchtbarsten Jugendzeit sind bei Durchschnittsbegabten verschwendet. Nur der Höherbegabte behält noch besondere geistige Interessen. Der Zweck der Verschickung wird — wie Leipzig und Frankfurt a. M. zeigen — selten erreicht. Nur wo Leben ist, kann es sich erhalten. In der Freischar herrscht Freizügigkeit als Bestandteil jugendlicher Freihit Wie jeder seinen Berur aus Neigung ergreiten soll, so soll er auch den Ort seines Wachsens und Studierens sich selbst wähhen können. Wo drei Freischärler zusammen sind, regeln sie ihre Lebensführung und Zeiteinteilung nach den Grundsätzen der Freischar. IL Das K J. V. ist aer Sammelpunkt aller national-jüdischen Studenten. Es wiid vtrsuchen müssen, alle e nstmals aus dem B.J O und dem K.J. V. aus nichtigen Gründen ausgeschiedenen Zionibten seinem Kreise wieder einzuverleiben. Gerade jetzt, wo so viele sich Uni ekanme aus dem B. J. C. und dem K. Z V. zusammenkommen, sollten auch alle andeien Traditionslosen, etwa in zionistischen Ortsgruppen bewährte Akademiker, an das K J. V. herangezogen werden. Jetzt dürfte das K. J.V. auch weniger engherzig werden, als es früher aer B. J. C. und das K. Z. V. waren. Beiden machten es ihren Alten Heiren schwer, in anderen Vereinigungen zu arbeiten. Das K.J. V. sollte aber, ebenso wie es Fühlung zu einzelnen Zionisten suchen soll, auch zu anderen zionistischen Akademikeikorporauonen in bestimmte Freundschaftsverhältnisse treten. Es gibt eine Reihe zionistischer Verbände ausländischer Studenten in Deutschland, die zu unterstützen Pflicht des K.J. V. ist. Aber man hat bisher wenig in dieser Richtung getan. Auch für das K. J. V. würden diese Beziehungen eine große Bereicnerung bedeuten. Ich denke ferner an Freundschafts- oder sogar bestimmte Vertragsverhättnisse mit den zahlreichen österreichischen Verbindungen, auf die wir bald einen vertieften Einfluß haben würden, gerade jetzt, wo jeder Oesterreicher die deutsche Organisationskunst, von der auch wir leben, bewundert. Der weite, große Ausblick national-jüdischer Arbeit enordert die Ueberbrükung der Diasporagrenzen. Und wie gern wollen sich gewisse schweizerische Organisationen an die geschlossene, starke deutsche Verbindung anschließen. Auch die Freschar wird, wenn das K.J. V. sie nicht etwa als besonderen Ring oder Bund auf seinem Boden autnimmt, das Bedürfnis haben, sich an das grq/Je. K J- V., aus dem sie