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Der jüdische Student · 1917-01-16 · 13. Kriegsheft (26.1.1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
13. Kriegsheft (26.1.1917)
Date
1917-01-16
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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, 340 * 1+ ' ' - * Der judische Student einer jener ganz großen jüdischen Lebensformen, wie sie sonst nur Kongresse und allenfalls Delegierten- und Kartelltage für uns darstellen. Wo wir für einige Zeit uns befreit fühlen von den Kleinlichkeiten des AlUags, wo unsere Nerven angespannt sind und wir uns nur als Juden fühlen, als Glieder unserer Lebens¬ und Oesinnungsgemeinschaft. Diese bundesbrüdeniche Zusammenkunft großen Stiles war die Erfüllung der Träume und Sehnsüchte für uns, die wir draußen eingespannt waren in die deutsche Gemeinschaft und uns in Einsamkeit sehnten nach jüdischen Menschen und nationaler Arbeit. Um so schmerzlicher empfanden wir es, daß der Inhält der Tagung in keinem Einklang zu ihrer Form stand. Wir hatten erwartet, daß eine Aussprache erfolgen würde über unsere Arbeit nach dem Kriege, über Reformen in der Fuxen- und Burscheriausbildung usw., vor allem über unsere Stellung zu den Osjuden und zu Palästina. Anstatt dessen mußten wir es erleben, daß die jedem alten B J. C.-er sattsam bekannten Meinungskämpfe derer um Zwirn und derer um Blumenfeld zum Austrag kamen, denen* die ganze junge Generation kein Verständnis, die ältere: Generation in diesem Augenblick, wo wahrhalt Wichtigeres zu beraten war, durchaus kein* Interesse entgegenbringen konntet Da aber diese'tiefen Gegensätze aller Voraussicht nach in der; Zeit nach dem Kriege von erheblicher karteilpolitischer Bedeutung; sein werden, halte ich es für tunlich, auf diese Streitpunkte ein-j zugehen. Von übereifrigen Bundesbrüdern wird viel mit den Begriffen; gearbeitet:* guter Zionist, schlechter Zionist, überhaupt kein; Zionist. Da ist wohl e<st, so merkwürdig es auch klingen ma^i eine Feststellung vonnö en, was eigentlich Zionismus ist und: wer das Recht hat sich Zionist zu nennen. Zionist ist, wer das Baseler Piogramm anerkennt und durch die Schekelzahlung sich wiliensmäßig in die zionistische Gemeinschaft einordnet. An dieser Begriffsbestimmung ist nichts zu drehen und zu deuteln Wir wissen ja aber alle nur zu gur, daß wir nicht in einem jeden Schekezahler einen für den Zionismus tätigen Mann zu erblicken haben, d ß vielmehr ein nicht unbeträchtlicher Teil der Schekelzahier sich aus älteren Juden rekrutiert, die vielleicht einmal unter dem l indruck einer gu;en Propagandaversammlung von den „edlen" Zielen des Zionismus übeizeugt wurden, im übrigen aber untätig verharren. Wenn wir somit, da die zionistische Organisation eine politische Gemeinschaft ist, keinem Schekeliahler, also auch keinem aus der großen Reihe unserer Bundesbiüder, die „den Weg der Alten Herren" gegangen sind, das Recht auf Ziunismus abzusprechen berechtigt sind, so wird es uns doch niemand verargen können, wenn wir von unseren Bundesbiüdern ein gewisses Quantum an zionistischer Wirksamkeit verlangen. Das K. J. V. darf nicht der

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