Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 12. Kriegsheft (27.11.1916)
- Date
- 1916-11-27
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 333 am äußeren Leben unserer Verbindungen; sie stand ferner be-- grifflich im Gegensatz zur Palästinaarbeit; — die Arbeit an uns geschieht um Palästinas willen. Um zentripetal leben zu können,, müssen wir das jüdische Leben im Galuth schaffen. (Die Bedeutung jüdisch-politischer Arbeit hier und vor allem im Osten wird durch diese Ausführungen selbstverständlich nicht berührt.) -- Wir stehen vor der Wahl, durch neue Erkenntnisse, durch Lernen und jüdisches Leben uns Palästina zu nähern oder uns von den Ufern des jüdischen Stromes durch Betonung der nichtjüdischen Elemente in uns zu entfernen. Es kommt auf die Beschwerung an Bloch und Krojanker beschweren die vorhandenen nichtjüdischen Seiten unseres Wesens, wir die zur Entfaltung^ zu bringenden jüdischen. Jene lehnen ab und erkennen an, wir segnen ,und fluchen. Blumenfeld bemerkt dazu : Eine weitere Ausführung dieser Gedankengänge behalte ich mir vor. — Meine positiven Vorschläge sind großenteils alt. Es kommt mir darauf an, die notwendige Verknüpfung des. zionistischen Lebens hier und in Palästina zu zeigen. Mehr als bisher noch soll dadurch die Palästinaidee uns auszufüllen vermögen, daß es außer der fachlichen, der ständigen jüdischen Vorbereitung bedarf. Vielfach hat bisher die Ansicht geherrscht daß;, der Palästinensismus uns der Mühe, hier ein jüdisches Leben zu schaffen, enthebt. Nichtstuer rechtfertigten ihren Quietismus ausdrücklich mit der Aussichtslosigkeit jüdischer Arbeit außerhalb Palästinas. Ist der Zionismus aber die Frage aller kommenden Generationen, dann gibt es für uns nicht mehr die Fragestellung, ob hier ein jüdisches Leben geschaffen werden kann oder nicht. Die Erkenntnis, daß wir es leben müssen wird uns zu Leistungen bringen, die wir bisher trotz aller guten. Vorsätze nicht haben erzielen können.