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Der jüdische Student · 1916-09-20 · 11. Kriegsheft (20.9.1916) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
11. Kriegsheft (20.9.1916)
Date
1916-09-20
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Der Jüdische Student 307 Ruderern im Felde zu Erhalten, berichten. Wir versenden durchschnittlich alle sechs Wochen ein ausführliches Rundschreiben, alle vierzehn Tage Kartengrüße von Rudertouren und beantworten die zahlreich und'pünktlich eingehenden Briefe und Karten aus dem Felde einzeln und persönlich, so *Jaß jeder Ruderer von uns, ebenso wie wir von ihm, im Monat mehrfach Nachricht hat. Wir können auch zu unserer Freude feststellen, daß die tRuderer im Felde selbst untereinander in einem sehr regen Briefwechsel stehen. Wir haben schon eine recht umfangreiche Sammlung von Feldphotographien, zu unserer Freude können wir oft Urlauber bei uns begrnßen, die meist auch Ruderfahrten mitmachen. Konvente und Diskussionen fanden bei uns nicht statt. Unser Kartelltags-Sprachrohr wird Bundesbruder Arthur Stein sein. P e r s o n a 1 i a :! Ernst P i n n e r wurde durch Schrapnellschuß am rechten Arm und Bein leicht verwundet. — Willy Cohn bestand bei seiner Anwesenheit in Berlin kürzlich das Fuxenxamen. — 21 aktive Mitglieder •erhielten das Eiserne Kreuz. 4. September -' Erich Herzberg Charlottenburg, Gutenbergsträße 9 Tel.: Steinplatz'3983. Bezirksverband Rheinland-Westfalen. Bericht über die Tagung vom 9. und 10. September. Anwesend: 20 Bundesbrüder davon 10 Cölner, 10 Auswärtige (nur 1 Aktiver darunter). Die Verhandlungen betrafen 1. Keilarbeit. Die Aussichten in Cöln wurden günstig beurteilt (drei Füxe für Ostern 1917), die Aussichten im Bezirk dagegen ungünstig. Wenig Keilfüxe vorhanden,, wenig Bundesbrüder, vor allem jüngere. Vor allem an 'Hauptorten: Düsseldorf, Bonn, Essen, fehlen Leute. Ein günstiger Einfluß des Krieges auf die jüdischen Anschauungen der Keilfüxe wurde nirgendwo wahrgenommen. 2. Blau-Weiß und K.J.V. Es wurde folgender Standpunkt zu •den im Kartell diskutierten Fragen eingenommen. Es ist wünschenswert, die Blau-Weiß-Keiliüxe möglichst restlos für das K.J.V. zu gewinnen. Der Eintritt größerer Mengen zionistisch durchgebildeter Keilfüxe wird eine Reform unseres Erziehungswesens erforderlich machen, wobei nicht verkannt werden darf, daß wir auch auf absehbare Zeit noch mit dem Eintritt zionistisch unbeeinflußter Keilfüxe (vor allem in der Provinz) zu rechnen haben. Unsere Korporationsformen sind nur insoweit abzuändern, als dies im Rahmen unserer organischen Entwicklung unter Berücksichtigung der allgemeinen Anschauungen in der Studentenschaft erforderlich wird. Die Begründung besonderer Blau-Weiß-Korporationen, sowie die Trennung der Aktiven durch Bildung einzelner Zirkel wird abgelehnt, doch ist eine Abänderung unserer Inaktivierungsprinzipien im Sinne der Fischerschen Vorschläge wünschenswert. 3. Palästinafrage. Die überwiegende Mehrheit der Anwesenden vertrat Anschauungen, die denen von Weitzmann nahestehen, und betonte,

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