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Der jüdische Student · 1916-08-18 · 10. Kriegsheft 10 (18.8.1916) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
10. Kriegsheft 10 (18.8.1916)
Date
1916-08-18
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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Der Jüdische Student 277 r Bundesbrüder,' die hierher oder in die Nähe kommen, bitte ich, mich zu benachrichtigen. Als Adresse genügt: Schrameck, .Straßburg i. E. Juli Schrameck Stammtisch Hatikwah, Leipzig*) (Adresse: Walter Cohn, Turner-Str. 25). Am Beginn des Semesters waren drei Bundesbrüder in Leipzig, von denen der eine im Staatsexamen stand und der zweite, Soldat bei Dresden, nur wöchentlich einmal einen Tag hier war. Dennoch verzichteten wir darauf, nach Art des Frankfurter Stammtisches über geringe Aktivitas zu klagen, sondern beschlossen, den Stammtisch Hatikwah zu begründen resp. wieder zu eröffnen, in der Hoffnung, daß aus ihm nach dem Kriege die V.J.St. Hatikwah, Leipzig, entstehen möge. Es erfüllte uns mit Freude, daß uns die Aufgabe zufiel, die Wiedererweckung des alten V. J. St. Leipzig in die Wege zu leiten. Die Leitung übernahm Walter Cohn. Zunächst begannen wir eine energische Keiltätigkeit. Mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen hatten, geht schon aus unserer geringen Zahl hervor, die es uns nicht ermöglichte, den Füxen etwas zu „bieten", ihnen eine konkrete Vorstellung von der Bedeutung der K.J.V. zu geben. Dennoch meldeten sich auf einer Examensbowlenkneipe bei W. Cohn 3 Keilfüxe aktiv. Von ihnen wurden 2 in den A. C. aufgenommen: med. Richard Tuch, Stettin, , med. Benno L i p s c h i t z, Leipzig. Die Keilarbeit für dieses Semester ist noch nicht abgeschlossen und verspricht weitere Erfolge. Nunmehr führten wir einen strammen Korporationsbetrieb ein, wie ihn von allen V.J.St-en jetzt wohl nur Berlin hat Den Hauptwert legten wir auf Fuxenerziehung und sportliche Betätigung. Bbr. Walter Cohn gab zweimal wöchentlich Tendenz-, Bbr. Engel und S u 1 k e je einmal wöchentlich Comment- und K. J. V. - Geschichtsunterricht' In jeder Woche Wanderung, Schwimmen, Rudern, Konvente, Spielabend. Am 4. VII. fand eine wohlgelungene Bialikfeier statt. Wir hoffen, daß sich unser Stammtisch auch in den nächsten Semestern wird halten können und bitten die Bundesbrüder um aktive Unterstützung. Es ist gar schön hier zu leben. Denkt an Goethe: „Mein Leipzig lob ich mir"! *). Im vorigen Heft, S. 230 Zeile 4, ist versehentlich vom Stammtisch . Hatikwah-Halle die Rede, mußte statt dessen Leipzig heißen.

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