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Der jüdische Student · 1916-08-18 · 10. Kriegsheft 10 (18.8.1916) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
10. Kriegsheft 10 (18.8.1916)
Date
1916-08-18
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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Der jüdische Student 275 Ludwig Wind Harry Heymann 1 Ernst Wreszynsky Kurt Joseph } beim Militär Jakob Kurt Levy Heinrich Crohn J Martin Halle Hermann Abraham (nach München überwiesen) Herbert Krohn Walter Leiser (erhielt aus Familiengründen Qe- S e g a 11 neraldispens) Was das innere Leben der Berliner Verbindungen anbetrifft, so standen die beiden von Oppenheim und O i d i o n im vorigen J. St. behandelten Fragen im Vordergrund des ganzen Semesters. Die Palästina-Debatte trat ein wenig zurück, da sie uns ja bereits im vorigen Semester und in den Ferien beschäftigt hatte. Es gab folgende Vorträge: Herr Leo Hermann: Die Juden in Oesterreich (3 Vorträge); A. H. W e i t z m a n n über Wyneken; A. H. Fischer über K. J.V. und Blau-Weiß; A. H. B a e r über Jugendbewegung; A.H.Alfred W o 1 f f über das Jüdische Volksheim in Berlin; Bbr. Nachum G o 1 d m a n n über Ost- und Westjudentum. An alle diese Vorträge schlössen sich außerordentlich lebhafte Diskussionen an, die sich teilweise bis spät in die Nacht hinein erstreckten, wie denn überhaupt die Bundesbrüder in diesem Semester ungemein diskussionslustig waren. Dagegen gab es sehr wenig Kneipen. Zwei Kneipen, die wir zu Beginn des Semesters veranstalteten, zeigten uns, wie wenig diese Art der Geselligkeit der Stimmung der Bundesbrüder entsprach und so entschlossen wir uns, einstweilen die Kneipen ganz einzustellen. Dafür wanderten wir fast jeden Sonntag, zum mindesten officiös, und machten häufig Abendveranstaltungen außerhalb der Stadt. Für die körperliche Ausbildung sorgten wir, von den Wanderungen abgesehen, durch strammes Fechten (fünfmal wöchentlich) Alles in allem: ein Kriegssemester, bei dem wir die Ungunst der Zeitumstände schwer genug zu spüren hatten. Nur der tüchtigen Arbeit der Aktivitas ist es zuzuschreiben, wenn es trotzdem leidlich verlief. Am 22. Juli feierten wir den zweiten Jahrestag der Fusion; es sprach A. H, Blumenfeld im Anschluß an die Palästina-Debatte über die Frage: Wie machen wir unseren Nationalismus wesenhafter?" Der Schlußkonvent fand am 29. Juli statt. Horodisch XX Viele Bundesbrüder haben noch Schulden bei dem Berliner Faxen Herrn Brandes (NW 21, Turmstr. 8). Der Gesamtbetrag beläuft sich auf mehrere hundert Mark. Herr Brandes ist in der jetzigen Zeit dringend darauf angewiesen, diese Außenstände hereinzubekommen. Hoffentlich genügt diese Mahnung, um die säumigen Zahler an ihre Pflicht zu erinnern. Die Bundesbrüder, die noch im Besitz von Büchern aus der Bibliothek der Berliner V. J. St.-en sind, wollen deren Rücksendung veranlassen oder, soweit das nicht möglich, wenigstens mitteilen, welche sie haben. V.J. St. Bonn (Adresse: Unterarzt Weiß, Beuel a. Rh., St. Josef- Hospitaij. Ortsanwesend: 1. A. H. Dr. Emil Cohn, 2 A. H. h. c. Dr. Edelstein, 3. Laß. Unterarzt Salli Weiß. Der letzte Bericht der V. J. St. Bonn ist im S.S. 1915 erschienen. Seitdem sind die wenigen Leute, die noch hier waren, eingezogen worden, so daß im W. S. 15/16 das Verbindungsleben ganz darniederlag. Zu Beginn des S.S. 1916 wurden außer den beiden hier wohnhaften Alten Herren noch ein Unterarzt und ein Sanitätssoldat hierher versetzt. Mit dieser „stattlichen" Korona beschlossen wir, das Semester aufzumachen und zwar veranlaöte uns dazu die Anwesenheit von vier Keiltüxen. Der Antrittskonvent, bei dem einige Cölner und aus dem Felde beurlaubte Alte Herren zugegen waren, beauftragte nrch mit der Leitung der Verbindung. Die vorläufige Tätigkeit

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