Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 2 (9.7.1915)
- Date
- 1915-07-09
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 55 Maßnahmen des Präsidiums anläßlich des Todesfalls Auszug aus dem Protokoll der Sitzung vom 28. April 1915 Anwesend: Vom Präsidium: Erich Cohn, Henryk Cohn, Fischer. «Rosenberg und Herlitz sind auf Reisen. — Als Gäste geladen: Blumenfeld, Albert B a e r, Alfred Schwarz, Rosenfeld, Sternberg, Max Hirsch, Mannheim, Hurwitz. Es wird beschlossen, die Leiche von Erich Rosenkranz auf Kosten des Kartells nach Berlin zu überfuhren. Es wird in Aussicht genommen, daß Schwarz der Leiche, entgegenfährt Als Rabbiner bei der Beerdigung wird — im Falle des Einverständnisses der Angehörigen — Emil Cohn, als "Sprecher im Namen der Bundesbrüder und Freunde Gotthold Weil in Aussicht genommen. — Am Tage der Beerdigung soll in den Räumen der Berliner V.J.St.-er in der Cauerstraße eine Trauerfeier stattfinden. Als Redner bei der Träuerfeier wird Biram in Aussicht genommen. Im Anschluß an die Gedenkrede soll der Erstchargierte des V.J. St. Berlin im Namen seiner Verbindung sprechen und zum Schluß ein Vers von „Dort wo die Zeder" gesungen werden. Die aus Anlaß des Todes von Erich Rosenkranz eingehenden N. F.-Spenden sollen zu einem „Rosenkranz-Garten" im K. J. V.-Hain verwendet werden. Es soll eine Photographie von Rosenkranz vergrößert und jeder V.J.St. ein Bild überwiesen werden. Dem Andenken an Rosenkranz soll ^in Sonderheft des J. St. gewidmet werden. Ferner wird die Gründung einer „Erich Rosenkranz-Stiftung4* zur Unterstützung bedürftiger Bundesbrüder beschlossen. Die Organisation der Stiftung bleibt späterer Beratung in weiterem Kreise vorbehalten. Allen deutschen jüdischen Zeitungen mit Ausnahme der „Allgemeinen Zeitung des Judentums" soll eine kurze Mitteilung eingesandt werden. Die Beerdigung fand am Montag, dem 2. Mai, auf dem für die Kriegsgefallenen bestimmten Ehrenfelde des Friedhofs der jüdischen Gemeinde in Berlin statt. Sämtliche Berliner Bundesbrüder und zahlreiche von außerhalb waren erschienen. Als Rabbiner fungierte Bbr. Emil Cohn, namens des Kartells sprach Bbr. Gotthold Weil. Am Abend veranstaltete der V.J.St. Berlin eine Gedenkfeier in den würdig dekorierten Räumen seiner Kneipe. Es erschienen außer den Bundesbrüdern die Angehörigen von Erich Rosenkranz. Bbr. Egon Rosenberg leitete die Feier ein, Bbr. Biram hielt die in diesem Heft abgedruckte Gedenkrede, Bbr. Max Hirsch, x, sprach danach namens der Verbindungen,