Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 10 (21.3.1914)
- Date
- 1914-03-21
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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Der Jüdische Student ' 361 Neben unseren internen Vortragen besuchten wir die von einem Komitee veranstalteten Jungjudiseilen Abende und die Veranstaltungen des jüdischen Turnvereins, an dessen Arbeiten wir überhaupt regen Anteil nahmen. Einige Bundesbrüder arbeiteten überdies noch eifrig in dem neugegrüsideten jüdischen Wandtrbund mit Wandern, Turnen und Fechten sorgten so dafür, darf auch die körperliche Ausbildung nicht vernachlässigt wurde. Auf zahlreichen Kneipen, von denen eise Bowlenkneipe mit Damen besonders hervorgehoben sei, kam auch die studentische Fröhlichkeit vollauf zu ihrem Rechte. Das bestimm ende Ereignis des Semesters war der Kar teil tag. bei dem wir du große Zahl von über h und tri Bundesbrüdern sbei uns begrüßen konnten und dessen festliche Veranstaltungen sich des weitestgehenden Interesses der hiesigen jüdischen Bürgerschaft erfreuen durften. Personalia: Der Konvent ernannte die Damen Frau Blume nfeld- Berlin, Fräulein H a a s e - Berlin, Hurwitz, ßlutnstein und Klewansky zu Bundesschwestern. — Lands h u t bestand sein Staatsexamen mit „sehr guv\ Rose n bäum und Kttzenellenbogen mit „gut". Rosen baum promovierte summa cum laude zum Dr. med. Jaks bestand sein philosophisches Doktorexamen. — Die Inaktiven Rosenbau rn, Katze neile n b o g e n . Jak s , ai oi r a und Siegfried M oses wurden Alte Herren, F e i n s t e i n wurde inaktiviert. - Die Föxe Hirsch, M o t u I s k i t A r n? d o r f und M a r s c h l k bestanden ihr Barschen ex amen und wurden in den B C. rezipiert. — A. H. Dr. RoseEiüeld verheiratete sich mit Fräulein Johanna Eftlinger und ließ sich in Beiiin als Rechtsanwalt nieder. A. H, Dr. Smoi r a verlobte sich mit Bundesschwester Fräulein Esther H u r w i t z. 23. Februar * Schioßberg e « © Verein Jüdischer Studenten Maccabaea Farben: Blau-weiß auf gelben^ Grunde Kneipe u. Brief abläge: Charlotten bürg, Cauerstr. 22. Tel.: Wilhelm, 4Qu7. Wir eröffneten unser 1 b. Semester mit einer Korona von 20 aktiven Burgchen und 10 Brandfüxen. Die eifrig betriebene Keüarbeit brachte uns fünf Aktivmeidungen. Der Antrittskonvent besetzte die Chargen folgendermaßen, iur Bertold Cohn mr. Bernhard F r a e n k e I;<;< F. M. med. Hans Cohn y\ * > S. W. Turnwart wurde erst A. H. Horowitz, später i. a. B. Davidson n Fechtwärt s. B. Fürth. Zu Beginn des Semesters wechselten wir unsere Wohnung und bezogen die erste Etage des Hauses Charlottenburg, CauerstraBe?2; wir faabea dort endlich die ausreichenden Raum lieh keilen, die wir für unseren umfangreichen Korporatioasbetrieb benötigen. Oi? Ausbildung unserer Füxe, die die a. B. H o I d h e i ra und Georg Cohn leiteten, wurde gefördert durch eine Anzahl interessanter Fuxenstunden, die unser A, H. Kurt 'B 1 u m e n f e i d erteilte. Wir besuchten korporativ eines Palistinakurs, in dem die bedeutendsten Paiastiaakenner sprachen: außerdem veranstalteten wir einem hebräischen Kurs, .den A. H. Hammerstein abhielt, und unterhielten uns in einem Burschenkurs über die Geschichte des Zionismus. Aus der Reihe der gehaltenen Vorträge sei der unseres l a. B. Bendix Cohn aber das Thema: ysWir und der deatsdie Geist" hervorgehoben.