Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1914)
- Date
- 1914-01-31
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 309 Abfertigung des K. Z. V. von uns dem Präsidium des K. Z. V. gegenüber als ohne unser Wissen erschienen und von uns mißbilligt bezeichnet und gegen Stein ein E. R. beantragt worden, der zu seiner Bestrafung gelangte. In dem trotzdem gegen Stein als Person vor*dem zionistischen E. O. eingeleiteten Verfahren produzierte das K.Z.V. eine eigenartige Anklageschrift mit Auseinander- Setzungen über den B. J.C. selbst! Wir teilen dies Dokument mit, um diejenigen Bundesbrüder, die ohne Sachkenntnis geneigt waren, den V.J. St.-en einen gro(3en Teil der Schuld am unerquicklichen Verhältnis zum K. Z. V. zuzuschieben, zur Revision ihres Verdachtes aufzufordern. Wir sind aber der Ansicht, daß trotz der ungerechten und herabwürdigenden Beurteihing des B.J.C, die hier zum Ausdruck kommt, und trotz des — milde gesagt — Unwillens, der dadurch bei uns hervorgerufen wird, der B. J. C. im Gefühl seiner Stärke, seiner durch keine unüberlegten Behauptungen fortzuschaffenden Leistungen und Bestrebungen ruhig Blut bewahren kann und soll. Zweitens müssen die Afrairen Oerson und Exiuer nochmals gestreift werden,") da die K. Z. V.-Cr jetzt darauf hinweisen, daß die Assoziation unseres Bbr. Hugo Ascher mit dem .antizionistischen R.-A. Jaffa beweise, wie haltlos und erkünstelt unsere Verurteilung der Assoziation Oerson mit Dr. Apfel gewesen ist. Damit die Bundesbrüder etwaigen Angriffen gegenüber gerüstet sind, bemerken wir dazu: Der B. J. C oder d a s Präsidium haben als solche bisher keinerlei Stellung zu den Fällen Oerson und Exiner genommen. Wir können aber keinem Bundesbruder verwehren, als Zionist abfällig über eine so enge Verbindung von Z i o n i s t e n mit getauften oder prononciert antizionistisch wirkenden Juden zu urteilen. Aber auch die Bundesbrüder, welche diesen radikalen Standpunkt in der Frage einnehmen, hatten keinen Grund, gegen Ascher etwas zu unternehmen, da einmal R.-A. Jaffas allerdings überaus unsympathisches antizionistisches Auftreten im wesentlichen weit zurücklle;t und er trotz einer gelegentlichen Rede im liberalen Jug^dlumd als völlig inaktiv anzusehen ist, und da ferner die Assoziation von vornherein aller Wahrscheinlichkeit nach nur für kurze Zeit abgeschlossen wurde.