Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 8 (16.12.1913)
- Date
- 1913-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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295 Heidelberg. Die weitere Keilarbeit brachte uns noch eine sechste Aktivmeldung — eine für ein Heidelberger W. S. erfreuliche Anzahl —: stud. iur. Otto Kahn aus Speyer. Unser Vereinsbetrieb ist äußerst rege. Unser Burschenkurs, an dem auch unsere Inaktiven und zweitsernestrigeu Füxe teilnehmen, verspricht einen großen Erfolg. Auch unsere hebräischen Stunden, die dieses Semester mit wirklicher Begeisterung besucht werden, bieten ein erfreuliches Bild Zur wissenschaftlichen Arbeit wäre noch ein Diskussionsabend über „Jiddisch oder Hebräisch4* zu erwähnen, ferner die Zeitungsreferate, die zweiwöchentlich von den zweitsemestrigen Füxen gehalten werden. Mit der V.J.K veranstalteten wir einen Vortragsabend, an dem Dr. Martin Buber über „Das Problem der jüdischen Religiosität" sprach. In der daran anschließenden Diskussion sprach von den zahlseich erschienenen Dozenten Prof. Max Weber. An dem zionistischen Leben Mannheims, das sich durch unseren Einfluß erheblich gebessert hnt — so wurde in der vorigen Woche ein Wauderbund B':ui-Weiß gegründet —, nehmen wir fortgesetzt regen Anteil. Unsere K m tellta;.; -.delegierten sind Goldman n mit zwei, B 1 u Ii m mit einer Stimme. Personalia: Unser C K. B o d e n h e i m e r wurde A. H. - Leo Strauß und Blüh in wurden Heide! Lx-rgcr, S o m in e r .Wimebner Inaktiver. — Walter Cohn bestand sein Physikum. --- Die Pistolenpartie von Oppenheimer und die Partie von Fiater auf airn 15 wurde vom E. O. abgelehnt, von beiden Seiten wurden Erklärungen abgegeben. Der B. C. fand das Benehmen von Fiater bei seiner Kontraha^e korrekt. — Fin E.G. setzte die Partie von Davit gegen Herr.. Mayer (FAV.V.) auf s. s. 15 lest. — Rosenberg und Oppenheimer hä gen in Freiburg gegen Herrn Casper auf schwere Säbel. — K 1 a u b e r und Oppenheim er hängen gegen Herrn Vogtländer vom Akademischen Ruderverein, Beleger des Corps Suevia, auf s. s. 29. November G u t e n s t e i n X Bezirksverband Rheinland-Westfalen. So verschiedenartig auch unser B.V. inbezug auf Alter, Herkunft und Wesensart der Alten Herren zusammengesetzt ist, so können wir doch die erfreuliche Tatsache registrieren, daß — mit Ausnahme einiger ganz uninteressierter Elemente aus der ältesten Zeit — die ganze ältere Generation sich eng aneinander geschlossen und gut zu arbeiten gelernt hat. Das bischen zionistische Leben in der Rheinprovinz und den anliegenden Landesteilen steht unverkennbar unter dem Einfluß des B. J. C und hängt aufs engste mit seiner Entwicklung zusammen. Die Alten Herren treffen sich bei allen wichtigen Anlässen und erschollen meist ziemlich vollzählig. Dies kommt natürlich auch der Keilarbeit zugute. Unsere Erfolge sind, wenn auch nicht gerade groß, so doch in anbetracht der heftigen K. C.-er Konkurrenz nicht unbefriedigend. Als einen Erfolg können wir es bezeichnen, daß auf unserer ersten Keilkneipe in Essen, dem rheinischen