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Der jüdische Student · 1913-09-30 · Heft 6 (30.9.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 6 (30.9.1913)
Date
1913-09-30
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Der Judische Student Man mag über die Ergebnisse im einzeln n denken, wie man will — die Parteirichtung innerhalb des Zionismus, die hier auszuschalten ist, wird dabei das Urteil beeinflussen —, jedenfalls muß meines Erachtens von diesem Kongresse eine Welle der Beruhigung ausgehen. Man hatte in den letzten Jahren hier und da davon gehört, daß der von Herzl geschaffene politische Zionismus in Gefahr sei, mehr und mehr durch eine unpolitische und unbesonnene Kolonisationsbewegung ohne hohen Schwung und ohne große Ideale ersetzt zu werden. Diese Unglückspropheten werden jetzt wohl verstummen. Was zunächst den Vorwurf des Unpolitischen betrifft, der auf dem Kongreß nur noch von einzelnen Außenseitern vertreten wurde, so will ich hier die Worte von -Motzkin wiederholen, den man nicht als Parteimann ansprechen kann und der wohl die beste Rede zur Generaldebatte gehalten hat. Mit welchem Rechte, so sagte Motzkin, nimmt man sich heraus, zu sagen, daß diejenigen, die grade für die jetzige Politik sind und den Hauptwert auf die Arbeit mit aem Orient legen, nicht politische Zionisten sind, diejenigen aber, die für die andere Politik sind und den Hauptwert auf die Arbeit mit dem Okzident legen, wohl politische Zionisten sind? Verständlich wäre es nur, wenn man sagte, es seien politische Zionisten, aber ihre Politik sei falsch. Weiter sagte Motzkin, wenn man behaupte, die Erfolge der jetzigen Politik treten nicht mit Klarheit hervor, so sei das kein Beweis, denn damit könnte man unsere gesamte zionistische Arbeit in der Vergangenheit widerlegen. Das sind alles Sätze, deren Logik sich niemand wird entziehen können. Alan wird auch in Zukunft — so hoffe ich — die Politik der Leitung kritisieren, man wird auch in Zukunft die Eignung mancher an der Leitung beteiligten Personen für politische Maßnahmen in Zweifel ziehen dürfen, aber man wird endlich aufhören, den Zionismus derer, die ein bestimmtes Arbeitsprogramm vertreten,alsminderwerv;gund klein gegenüber dem Zionismus der andern Richtung hinzustellen. Der andere Vorwurf ist der der unüberlegten Kolonisation ohne genügende Garantien. Ich will mich hier damit begnügen, darauf hinzuweisen, daß der Kongreß, wie ich meine einstimmig, die Palästinaarbeit der Leitung gebilligt und deren Fortsetzung auf der bisherigen Grundlage gefordert hat. Ich bitte aber alle Bundesbrüder, das Palästinareferat von Ruppin eingehend zu

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