Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1913-07-30 · Heft 4 (30.7.1913) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 4 (30.7.1913)
Date
1913-07-30
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3537599-3537704-3537708--2928-3541031
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

136 Der Jüdische Student Hirschbruch, Salomen, Todtmann, Bendix Cohn, Zamory gegen unbedingte Satisfaktion. Im allgemeinen war der Eindruck der, daß die Frage noch weiterer Klärung bedürfe. Eine Reihe von Alten Herren änderte noch auf dem Konvent ihre Ansichten. Eine Klärung erschein! umso notwendiger, als eine probeweise Einführung der unbedingten Satisfaktion, wie in der Diskussion mit Recht hervorgehoben wurde, unmöglich ist. Ist die u. S. beschlossen, so läßt sich ein solcher Beschluß nicht ohne erhebliche Schädigung des Ansehens des B. J. C wieder rückgängig machen. 20. Juli Felix Rosenblüth Ruder-Abteilung. Unser „Keilerfolg" im vorigen Sommer war schlecht. Wir hatten nur wenig Zuwachs bekommen, und ein Teil der Junioren hat Berlin für immer verlassen, so daß nur noch vier Junioren übrig blieben, von denen einer noch nicht senioriert werden konnte. Die älteren Ruderer sind durch Examensnähe oder durch berufliche Tätigkeit an einer regelmäßigen Betätigung verhindert, unsere Großadmirale Joseph L o e w y und Erich Kretschmer haben Berlin auf längere Zeit verlassen. So mußte die Ausbildung der Junioren in den wichtigsten Monaten, im März, April und Mai, von M. B i I e s k i und mir, beide erst Ruderer im zweiten Jahr, geleitet werden, da auch Liemann in diesen Monaten nicht in Berlin — er hat die Palästinafahrt mitgemacht — oder durch familiäre Verpflichtungen verhindert war. Mit unserm diesjährigen Zuwachs können wir dagegen sehr zufrieden sein. Wir haben 12 neue Junioren (darunter zwei Alte Henen), alles Berliner oder solche, die mehrere Jahre in Berlin bleiben werden. Hoffentlich wird dies der Anfang dazu sein, uns einen Stamm von fähigen Ruderern zu erzielen, der eine gute sportliche Arbeit garantiert. Daß Pfingsten, dieses Mal so früh lag, war für uns besonders ungünstig. Die Ausbildung der Junioren konnte bis Anfang Mai noch nicht so weit vorgeschritten sein, daß größere Tagesstrecken technisch gut gerudert wurden, und wir standen vor dem Dilemma: entweder kalten Herzens die Junioren trauernd zu Hause zu lassen oder uns der Gefahr auszusetzen, daß sie auf der Tour ihre Technik ganz verdarben. Wir wählten das letztere. Es wurden zwei Vierer und ein Doppelskuller mobil gemacht, darunter unser neuer Vierer „Theodor HerzI". Wir fuhren die Spree aufwärts über den Wolziger-See nach dem Scharmützel- und Spring-See, zurück durch die Dubrower Gewässer. Es ist dies mit die landschaftlich schönste Tour auf der Oberspree. Die Tour war gut vorbereitet, B i 1 e s k i hatte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.