Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1913-07-30 · Heft 4 (30.7.1913) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 4 (30.7.1913)
Date
1913-07-30
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3537599-3537704-3537708--2910-3541013
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

IIS Der Jüdische Student VOM PRÄSIDIUM Schlußbericht über die Keiltätigkeit im S. S. 1913. Die Keilarbeit für das S. S. 1Q13 begann unter den denkbar ungünstigsten Auspizien. Eine Anzahl der für die Keiltäfigkeit am stärksten verwandten Bundesbrüder, darunter die Leiter zweier Keilbezirke, zogen mit unseren Palästinareisenden am Beginn der Keilperiode in die Feme. Dadurch ergaben sich Personalschwierigkeiten, die kaum beseitigt und deren schädliche Wirkungen nur durch ein stärkeres Ausschwärmen von Keilreisenden vermieden werden konnten. Tatsächlich ist noch niemals so viel im Dienste der B. J. C. gereist worden wie in den letzten Osterferien, und es wird wohl in Norddeutschland wenig Gegenden geben, die damals von nicht einem B. J. C.-er besucht worden sind. Viel größere Schwierigkeiten verursachte uns die leidige „Affäre München". Die akademischen Ferien hatten kaum begonnen, die aktiven Bundesbrüder waren kaum in ihren Heimatsorten angelangt und hatten angefangen, sich der in ihrer Nähe befindlichen Keilfüxe anzunehmen, da erhielten wir auch schon von überall her Berichte, in denen über die Ausnützung der Vorgänge in München durch die K. C.-er und Angehörige anderer mit uns konkurrierender Verbände (z. B. auch durch V. J. A.-er) Klage geführt wurde.. Das Schlimme war, daß man diesen Ausstreuungen der K. C.-er gar nicht wirkungsvoll entgegentreten konnte; wir mußten uns damit begnügen, den an der Keilarbeit beteiligten Bundesbrüdern zu raten, sie sollten die Schuld des V.J. St München zugeben und im übrigen stets betonen, daß sein Verhalten vom gesamten B. J. C. verurteilt worden sei und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden würden. Bei der Aufzählung aller Schwierigkeiten darf schließlich nicht unerwähnt bleiben, daß diesmal zum erstenmale auch der K. C. und das K. Z. V. mit einem wohlorganisierten Keilapparat an die Arbeit gingen. Trotzdem muß an dieser Stelle gesagt werden, was wir den Beteiligten auch schon direkt mitgeteilt haben, daß in einzelnen K. V. — nomina^sunt odiqsa — nicht mit dem erforderlichen Eifer gearbeitet worden ist. So ist der Erfolg, den wir im ganzen Kartell erzielt haben, gemessen an dem, was

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.