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Der jüdische Student · 1913-06-30 · Heft 3 (30.6.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 3 (30.6.1913)
Date
1913-06-30
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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100 Der Jüdische Student Fall München brauchen können.. Und zu verlieren hatten ja die edlen Herren hier nichts. Vielleicht kam bei dem Vabanque- Spiel sogar noch ein Gewinn heraus. Unter diesem Gesichtswinkel erscheint uns die ganze Angelegenheit, und es ist jetzt so weit, daß die gesellschaft- •liehen Zustände fast unhaltbar geworden sind. Gestiegen sind an Partien: Bbr. Rosenbaums Partie gegen Lehmann, welche ausgepaukt wurde; als Chargenpartie Bbr. Peritz gegen Lazar, welcher, ohne das dritte Monitum zu erwarten, mit einer Reihe-von Schmissen nachdem 20. Gange abgeführt wurde, und eine Partie Bbr. I s r a e 1 s, der von der Fribiirgici wegen einer Bemerkung gegenüber einem Bruder eines Friburgen eine Chargenforderung erhalten hatte; gegen Bloch wurde ausgepaukt. — Lieber den Verlauf der Partien, der ohne Zweifel für uns günstig war, lügen die K.C.-er das Blaue vorn Himmel herunter. Doch nun genug von dieser unerfreulichen Angelegenheit, bei der uns unseres Erachtens übrigens die Ratschläge des Präsidiums oft etwas zu spät erreichten.*) Ein geklärter Standpunkt über Mensurangelegenheiten hätte übrigens auch in dieser Sache manches erleichtert. — Der innere Betrieb ging, soweit die „Affäre''' nicht störte, seinen Gang: hebräischer Kurs, zwei Abende der Burschendiskussion über den I. Kongreß, Vortrag R o senbau m s über„Gegenwnrtsaufgaben in Palästina" neben einem öffentlichen über die „Palästinafahrt'4' (im Turnverein). Ab und zu Ausflüge mit Damen und bei festlichen Gelegenheiten Fahrten im illuminierten Kuleurboot. Demnächst machen wir unser Sommerfest. Der Spurt wird nicht vernachlässigt. Vier Bundesbrüder beteiligen sieh an dem am 20. Juni stattfindenden akademischen Spornest der Palaestra (im vorigen Jahr nur einer). Sie laufen mit unsern Farben eine Staffette. — Der Keilbetrieb bringt nichts Neues. Ein Keiifux ist trotz unserer Bemühungen K. C.-er geworden, ein anderer meldet sich hoffentlich demnäenst bei uns aktiv. Es wäre für den Verein vielleicht ganz gut, wenn er nun für einige Zeit Ruhe hätte. P e r s o n a IIa: Anläßlich der Partien kam A. Ii. R o s e n o w aus Dütow zu uns, um zu sekundieren. — Ein I:.. R. verurteilte Israel ur die oben ciwähme Bemerkung zu einein Verweis. Ein I:. R. erklärte Si'iberstciiis und R o s e n b a u in s Verhalten bei Kontrahageu für korrekt. Fux Goldberg wurde in einer persönlichen Angelegenheit gegen einen Verkehrsgast von einem E. R. freigesprochen. S a s s hatte eine Kontrahage gegen einen hiesigen Turnerschaiier_____Das E, G. zwang zuerst den Gegner* dann S a s s zur Revokation. Ein E. R. fand sein Verhalten korrekt. — *) Dab Präsidium erklärt dies für unrichtig. Auf eine telegraphische Anfrage aus Königsberg ist sofort telephonisch geantwortet, und auch sonst ist, ausweislich der Korrespondenz, dem V. J. St. Königsberg rechtzeitig .Bescheid gegeben worden. D. Fräs.

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