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Der jüdische Student · 1913-06-30 · Heft 3 (30.6.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 3 (30.6.1913)
Date
1913-06-30
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Der Jüdische Student 99 Vogesen. Alle 3 bis 4 Wochen veranstalten wir einen Ausflug mit Damen. Unser erster Damenausflug vor etwa drei Wochen,, der zur Zufriedenheit aller Teilnehmer verlaufen ist, wurde mit. einer, schön' verlaufenen Bowlenkneipe beschlossen. Bbr. Gure witsch wurde in den B. C. rezipiert. Zu der Jubiläumsfeier, die zu Ehren des Kaisers in der Synagoge stattfand, chargierten wir. Unser lieber A. H. Dr. L. Mayer hat sich von uns bei einer stimmungsvoll verlaufenen Bowlenkneipe verabschiedet. (Im Auftrage des Präsidiums besuchte uns A.H. Salli.H i r s c h aus Berlin.) Personal ia: Die im vorigen J. St.-Bericht enthaltene Notiz betreffend A.H. Reh ist folgendermaßen zu berichtigen: Low erhielt eme verschärfte Rüge wegen schlechter Führung der Charge und Kompetenzüberschreitung in der Angelegenheit Reh. Der darauf folgende Satz ist im Konvents-, beschluß nicht enthalten. — A. H. Dr. L. M a y e r bestand . sein Assessorexamen mit „durchaus gut". Das Austrittsgesuch von Alfred O p p e n - h e i m e r wurde genehmigt; Gaston Salomon wurde i. n. dim'ttiert, da er in einem Austrittsgesuch sich selbst von den Pflichten eines V.J. St.-ers entbunden, dem Konvente die Kompetenz, über ihn zu urteilen, abgesprochen und mit der Fluchtan die Oeffentlichkcit gedroht hatte. —Bbr. Aron erhielt Generaldispens. — Es besuchte uns Bbr. Pohly ans Berlin. — Ein E. R. sprach Bbr. Gurewitsch von dem Vorwurf des eines V.J. St.-ers unwürdigen Verhaltens frei. — Unser Beleger Herr Roos trat gegen Herrn Jochum A. T. V. Burgund an. Die Mensur wurde infolge Erkrankung des. Gegenpaukanten nach dem 20. Gange suspendiert. 15. Juni Otto Rothschild X Königsberg. Kaum sind wir über die letzte „Affäre" ein wenig zur Ruhe gekommen, so stecken wir schon wieder in einer neuen drin. Anläßlich der Fechtangelegenfieit Katzenellenbogen—Lehmann haben uns die K, C.-er in Verruf gesteckt und zwar „wegen unwahrer Angaben in einer Feehiangelegenheit," und den Verruf den anderen Verbindungen mitgeteilt. Wir Haben hierauf erst gestern, weil bis dahin ein Ansirag der Partien immerhin noch möglich war, die im Präsiditimsbericht (S. 89 ff.) abgedruckte Erklärung an die Korporationen abgesandt. Diese Erklärung bringt alles Tatsächliche, über die Chargenforderung usw. Ich glaube nicht, daß es auf mehr Tatsachen ankommen kann. Nur das will ich erwähnen, daß wir in dem Schreiben an die Frihargia mitteilten, daß wir aus jüdischen Gesichtspunkten heraus die sonst üblichen Schrille unterließen. Alle Tatsachen sind nur Beweise für die grenzenlose Gewissenlosigkeit und geradezu einzig dastehende-Wahllossgkeit in den Mitteln, die der Konvent der Friburgia ohne Beisein der Alten Herren, wie wir wissen, durch seinen Beschluß an den Tag legten, um zu kneifen und vielleicht auch um einer Weisung aus Berlin Folge zu geben: man hätte vielleicht einen zweiten

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