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Der jüdische Student · 1913-05-31 · Heft 2 (31.5.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 2 (31.5.1913)
Date
1913-05-31
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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Der Jüdische Student 55 gliedern nicht mit der angeblichen -gesellschaftlichen Ueberlegenheit gegen uns gearbeitet wird, vvährenJ* wir zusagten, unsere Bundesbrüder zu ersuchen, in Zukunft nicht die Behauptung aufzustellen, daß die K. Z. V-er schlechtere Zronistcn oder schlechtere Juden seien als wir — was hiermit geschieht. Auch unsere .Paläst inafahrt wurde mm Gegenstande der Besprechung gemacht. Der Unterzeichnete hatte den Eindruck, als ob die K. Z. V.-er nach unseren Erklärungen ihre Behauptung, daß die Palästinafahrt keine reine B.J.C.-Veraifstaliung sei, nicht mehr aufrecht hielten, sondern sich nur darüber beschwerten, daß durch Bbr. Henry Unna, dar die Sache zuerst in der Turnzeitiing veröffentlicht hatte, wmö Z 1 o c i s t i, der ihnen offiziell auf ihrer Kneipe einen Vortrag gehalten hatte, ein unrichtiger Eindruck bei ihnen erweckt inud einzelne von ihren Mitgliedern zur Teilnahme an der Fahrt veranlaßt worden seien, von der sie bei Kenntnis der.wahren Sachlage Abstand genommen hätten. - Die Besprechung des Ii amburger K o u f I i k t e s (cfr. Märzheft) hatte lediglich das Ergebnis, daß die K.Z. V.-er durch einen leidenschaftlichen Ausbruch von Rosenkranz überzeugt wurden, wie ernst uns die Sache ist. Schließlich bekam die Sitzung einen versöhnlichen Abschluß dadurch, daß man eine gemeinsame Kundgebung gegen die bekannte Resolution des Ze ntralvereins besprach. Es wurde beschlossen, an den geeigneten Orten Kundgebungen der nationaljüdischen Jugend (B. J. C, IC Z. V., Turner, Herzi- Bünde) gegen den Zcntralverein; zu veranstalten. Die vorbereitenden Schritte hierzu sind bereits getan; doch scheinen unsere Bundesbrüder im Reiche für eine solcte'Kundgebung kein rechtes Interesse aufbringen zu können. Hirsch ExJ.C, und Zentralverein Auf Grund der bekannten am 30. März vo^n Zcntralverein beschlossenen Resolution hat das Präsidium sich ki seiner Sitzung am 30. April mit unserer Stellung zum Zcntralverein beschäftigt und folgenden Beschluß gefaßt: Die Zugehörigkeit zum B. j. C, schließt die Zugehörigkeit zum Zentral verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens aus. Dieser Beschluß hat bis zum nächsten Kartellt^g gemäß § 3ö der K. O. bindende Kraft. Auf der Tagung der Ortsgruppe und Yei^äliensleüfe "der Z.'V.f.D. am 1. Mai in Berlin, an deren Verhandlung teilzunehmen wir eingeladen waren, gab Rosenkraiz im Namen des B. J. C. folgende in der Präsidiumssitzung beschlossene Erklärung ab:

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