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Der jüdische Student · 1913-05-31 · Heft 2 (31.5.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 2 (31.5.1913)
Date
1913-05-31
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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49 Leiters und des Kassenwarts angelegt und nacheinander von den einzelnen Filialen abgehoben. Neben den gemeinsam bestrittenen Unkosten bestand für jeden — die Eisenbahnfahrt nach Triest nicht mitgerechnet — eine Ausgabe von ca. M. 75.—, größere' Einkäufe selbstverständlich abgerechnet Der Aufenthalt in Alexandrien auf der Rüdkreise stellte sich für die beiden Tage auf ca. M. 12.—. VIL Unterkunft und Verpflegung. In den Städten benutzten wir Hotels, in äm Kolonien teils ebenfalls Hotels, teils - waren wir Gäste der . Kolonisten. Die Abmachungen des R e i s e b u r e a u s Sachs mußten jedesmal neu geschlossen werden, da sie teils nicht anerkannt wurden, teils wohl überhaupt nicht vorher getroffen waren. - Die Verteilung der Q u a r f i er e ' erfolgte dmrch den Führer nach Maßgabe der Gerechtigkeit. Wo in AAeiterküchen für unsere Mahlzeiten Geld nicht entgegengenommen wurde, überwiesen wir dieses einem der Kolonie gemeinnützigen Zwecke. Der M arsch pro v i an t für Tagesmärsche (Mittagskost) bestand zumeist aus Brot, Sardinen, Eiern, Orangen; er wurde vom Führer besorgt und verteilt. Proviant für kleinere Märsche besorgten die Gruppenführer. Vi II, Gesundheitszustand. Der Gesundheitszustand war im allgemeinen günstig. Ernste Krankheitsfälle sind nicht vorgekommen. Die mitgeführten Medikamente (cf. J. St. IX, 10) wurden nur wenig in. Anspruch genommen. Dr. Sichel lag die ärzüche Versorgung der Gruppen ob. Fußkrankheiten sind im allgemeinen selten gewesen. Man beugte ihnen durch rationelle Fußpflege vor, Sr die mehrfach Hinweise gegeben wurden. Fußkranke und Ermüdete benutzten bisweilen selbstbesorgte Reittiere oder luden ihre Rucksäcke auf gemeinsam bestellte Esel. Gegen das Austrocknen von Lippen- und Kehlkopfschleimhaut bei Chamsin erwiesen sich Bonbons, gegen den Durst das Aussaugen von Zitronen mit Zucker, vor allem aber der spärliche Genuß von mitgeführtem These oder Zitronenwasser als zweckmäßig. Vor der Berührung der Augen mit dem Fingern wurde wiederholt dringend gewarnt. " " Nach der Uebernachtung auf den Eisenbahnschienen vor Merchawja am 7. April erkrankte ein Wanderer an einer Malsentzündung mit Fieber, infolge deren er sich ©ach Haifa in die Behandlung von Dr. Auerbach begab. Er koMite sich bereits — nach zwei Tagen der Gruppe wieder anschliefe?. Ein zweiter

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