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Der jüdische Student · 1913-04-28 · Heft 1 (28.4.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 1 (28.4.1913)
Date
1913-04-28
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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Burschenbeilage zu Jahrg. X, Heft 1 des „jüdischen Studenten" Füxen ist die Lektüre streng untersagt Der Verruf der Licaria gegen den V-J.St. München Eine Angelegenheit, die so blamabel ist, daß wir sie selbst vor einer größeren B. J. C.-Oeffentlichkeit bisher\mit einiger Diskretion behandelt haben, muß jetzt zur Informierung der Bundesbrüder aufgerollt werden, weil sie vorn K. C. — wie uns von allen Seiten berichtet wird — agitatorisch ausgebeutet wird. Es handelt sich um die Vorgeschichte des Verrufs, den die K.'C-Verbindung Licaria in München über unseren dorfigen Kartellverein verhängt hat. \ Am 13. November 1912 übersandte der V. J. St. München aus einem — hier nicht interessierenden — Anlaß der Licaria eine Chargenforderung. Ein Konvent, der am Abend vorher getagt hatte, erwog, daß der V. J.'St. München nur über e i n e u Fechter verfüge, der abstechen könnte. Da der V.J. St. München aber erst im Sommersemester 1912 von dem V. D. St. in drei Chargenpartien schwer abgestochen worden war, so war' der Konvent der Ansicht, daß man bei dieser Gelegenheit „Reinigung fechten" müsse. In dieser Erwägung beschloß der Konvent, nur den einen Münchner, nämlich Bbr. Solomon,* antreten zu lassen und den Rest durch zwei auswärtige Bundesbrüder, Jacks aus K ö n i g s b e r g und Lewin aus H ei de 1 b e r g, erledigen zu lassen. Man änderte also auf dem Sekretariat der Universität die Namen der Chargierten" um (wobei es gleichgültig erschien, daß weder Jacks noch Lewin in München immatrikuliert waren) und gab der Licaria die Namen dieser drei „Chargierten" an. Jetzt machte, man auch Jacks und Le\vin telegraphisch von ihrer Ernennung zu Chargierten Mitteilung und schließlich -- nach getaner Arbeit — schien es auch angemessen,, das Präsidium zu benachrichtigen (vgl. § 34 K. O.). Damit jedoch das Werk nicht noch irn letzten Augenblick gestört würde, wurde der Brief nach Berlin so abgefaßt, daß er das Präsidium irreführen mußte. Nachdem er den Anlaß der Partien ausführlieh ge- + schildert hatte, bemerkte der Briefs-chreiber unter der Hand:* „Von uns treten folgende bei der Universität als Chargierte Angemeldete an: Emil Salomon, Erich Jacks, Alfred Lewin." Dem bearbeitenden Bundesbruder im Präsidium, der die Präsenz der einzelnen Vereine nicht im Kopfe hatte, fiel hieran nicht Besonderes auf, so daß der Brief bis zur nächsten Sitzung vertagt wurde. Erst am 19. November 1912 erhielt, das Präsidium' durch ein Telegramm aus Königsberg -Aufklärung überden.> .wahren Sachverhalt. Dies sei hier ausdrücklich hervorgehoben, obwohl in der Angelegenheit ohnedies nichts mehr zu tun ge-

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