Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 12 (31.3.1913)
- Date
- 1913-03-31
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537600-3537612--2779-3540879- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
454 Der Jüdische Student solchen, die im vierten medizinischen Semester^erklären, Generaldispens haben zu müssen, weil sie sonst ihV Physikum nicht •zustande bringen, und mit allen Mitteln, versuchen, ihre ungerechtfertigte Forderung durchzudrücken. "Ist schon einmal ein Bursch da, von dem man wirklich Arbeit verlangen könnte, so ist er durch gesellschaftliche Verpflichtungen oder durch rasch sich entwickelnde, aber bald wieder verschwindende Krankheit nicht dazu imstande. Ein anderer Grund für das Scheitern unserer Hoffnungen liegt darin, daß sich im Verlauf des. Semesters „Parteien" bildeten, wodurch es zu Unstimmigkeiten kam und die Arbeit im Verein natürlich gestört wurde. Als einen Erfolg des Semesters kann man wohl die gesellschaftliche Stellung in Mannheim betrachten, die uns mindestens die Keilfüxe Mannheims zusichert, abgesehen davon, daß wir für Mannheim d i e jüdische Verbindung Heidelbergs sind. Das Sommersemester beginnt am M o n t a.g den 14. April" 2 h. c. t. Cafe O d e o n , h o c h o f f i z i e 11. Briefe sind zu richten an Salomon Adler, Ladenburgerstraße 25. — Kassenwart ist Ernst Haas, Frankfurt, Friedberger Anlage 31. Persona lia: Das Burschenexamen bestanden und in den. B.C. rezipiert wurden : Devries, Haas, St ein weg, David, Blumenthal, Rothschild, Mayer, Neuberge r. — Alfred Lewin und Enrl Th a 1 m a n n wurden inaktiviert mit dem Stammverein Heidelberg. — Vom E. R. bestraft wurden : Adler und Löbenstein mit einer verschärften Rüge (§ 8,1 E. O.), B a r u c h mit einer verschärften Rüge (§ S, 1 E. O.), Alex L e w i n mit zwei Wochen Dimission (§ S. 3 E. O.). 12. März Alfred Lew in X VERSCHIEDENES Bbr. Rechtsanwalt Nothmann, Krotoschin, wurde am 17. d. M. zum Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Krotoschin gewählt. Referendar für Anwaltstation in Berlin gesucht. Honorar 100 M. monatlich, ziemlich viel Arbeit. Nähere Auskunft bei Bbr. Julius Zell n er, Charlottenburg, Herder-Str. 1. * Redaktionsschluß für das April-Heft am 15. April Druck: Buchdruckerei Wühelma R>SaIin£ Sc Co., Berlin SW., HoUm.\n«s:r. io. PH