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Der jüdische Student · 1913-03-31 · Heft 12 (31.3.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 12 (31.3.1913)
Date
1913-03-31
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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444 Der Jüdische Student werden. Für die Vereine des schwarzen Ringes gilt die Bestimmung, daß ihre Mitglieder und Beleger nur gegen Mitglieder und Beleger" einer ebenfalls dem schwarzen Ring angehörenden Korporation antreten dürfen. Vor kurzem hat sich nun die hasmonaea in Berlin auf den Standpunkt gestellt, daß sie nicht in der Lage sei, einen Herrn, der bei ihr belegt hatte, gegen einen V.J.St.-er antreten zu lassen, und dies in einem Falle, in dem unser Bundesbruder Geforderter war und der Gegner auf den Wunsch unserer Bundesbrüder, die sich zuvor mit der hasmonaea in Verbindung gesetzt hatten, bei der Hasmonaea belegt hatte, und obgleich ferner nach unserer festen Ueberzeugung das Statut des schwarzen Ringes in einem solchen Falle, wo unser Bundesbruder Geforderter war, eine Ausnahme zugelassen hätte. Da unseren Leuten dem Gegner gegenüber die Sache peinlich war, wurde dieser Einzelfall mit der hasmonaea dahin geregelt, daß die Partie nunmehr auf Kavalierswaffen ausgetragen werde. Hierdurch kann natürlich die Prinzipienfrage nicht als erledigt betrachtet werden: denn die hasmonaea steht nach wie vor auf dem Standpunkte, daß sie bei einem Ehrenhandel eines Hasmonaeers mit einem V.J.St.-er von unserm Bundesbruder verlangen müsse, daß er bei einer dem schwarzen Ring angehörenden Korporation belege. Schließlich sei hier noch ein Vorgang erwähnt, der sich in Hamburg zugetragen hat. Dort will Herr Dr. William #U n n a, A. H. der hasmonaea, die Gründung einer K. Z. V.-Verbindung vorbereiten, was wir ihm natürlich nicht übe! nehmen können. Die Mittel aber, die er hierbei anwendet, verdienen Beachtung und Bekämpfung. Herr Dr. Unna betrieb nämlich in aller Stille die Gründung eines akademisch-zionistischen Klubs! Gegen Abgabe des Versprechens strikter Geheimhaltung des Planes jedem 'andern gegenüber wurde eine Reihe zionistischer Aka: demiker Hamburgs mit Ausnahme aller B.J. C.-er zu einer konstituierenden Sitzung geladen, in der als Zweck der Gründung bezeichnet wurde: die Möglichkeit einer ungezwungenen Aussprache über zionistische Fragen unter den Mitgliedern, Versuche anzubahnen zur Zionisierung bestimmter akademischer Kreise und schließlich — Vorbereitung einer K. Z. V.-Verbindung an der zukünftigen Hamburger Universität. Es muß aufs schärfste zurückgewiesen werden, daß die K. Z.V--er den Plan der Gründung einer K. Z. V.-Verbindung verquicken mit einer ganz anderen Zwecken dienenden Gründung und daß sie durch Schaffung zweier feindlicher Lager unter den Zionisten Hamburgs Zwietracht säen und den Zionismus schädigen.

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