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Der jüdische Student · 1913-02-28 · Heft 11 (28.2.1913) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 11 (28.2.1913)
Date
1913-02-28
Page
[Seite] (sequence 48)
Language
German
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Der Jüdische Student Verein Jüdischer Studenten an der Universität München Farben: Blau-weiß-gelb Kneipe: Bayerstr. 67 69. Briefablage: Cafe Luitpold Unser 26. Semester eröffneten wir am 15. Oktober vergangenen Jahres mit einer Korona von 7 Inaktiven, 8 Aktiven und 13 Füxen. Dazu gewannen wir 11 neue Füxe, so daß an der Erziehung dieser stattlichen Anzahl von Füxen die verhältnismäßig wenigen Burschen eine nicht geringe Arbeit zu leisten hatten. Unsere Chargenbesetzung war folgende: Leo Klaub er X Emil S a 1 o m o n XX F. M. Ludwig Sommer XXX Nach Abschluß der Keilarbeit setzte der geregelte Vereinsbetrieb ein, und jetzt am Schlüsse des Semesters können wir mit Befriedigung auf das Geleistete zurückblicken. Für die jüdische Ausbildung der Füxe waren die üblichen * Füxenstunden bestimmt. Daneben führten Diskussionsabende für Füxe und Preßreferate in die Fragen des modernen Judentums ein. Später richteten wir einen hebräischen Sprachkurs ein, den wir auch im nächsten Semester fortzusetzen gedenken. Von Vorträgen, die stiegen, seien folgende erwähnt: Bbr. Katz: Heine als Jude. „ Schloß: Richard Wagner und das Judentum in der Musik. „ Weigert: Jung-jüdische Gedichte. 3, Katz: Ueber das Verhältnis von Nation und Religion im Judentum. „ S t'e r n: Die Juden in der modernen Rassentheorie. Auf die körperliche Ausbildung der Bundesbrüder legten wir auch in diesem Semester großen Wert. Turnen und Fechten wurden eifrig gepflegt. Ausflüge in das Gebirge gaben den vielen Wintersportlern unter uns Gelegenheit, sich dem Rodel- und Skisport zu widmen. In den Dezemberferien wurde von mehreren Bundesbrüdern die übliche wunderschöne Reise in die oberbayerischen Alpen und nach Tirol unternommen. — Diejenigen, die nächstes Semester nach A\ünchen kommen, weise ich schon jetzt auf die traditionelle Italienreise in den Pfingstferien hin. — An Veranstaltungen und Vergnügungen mangelte -.. es nicht, für reiche und bunte Abwechselungen sorgte der Münchener Fasching. Unsere Kneipen verliefen sehr gemütlich. In letzter Zeit nahm die Ausländ erfrage unser regstes Interesse in Anspruch. Die jüdischen Studierenden aus Rußland werden an der Münchener Universität bereits seit April 1911 nicht mehr . neu immatrikuliert; Es ist hier nicht

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