Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 10 (28.1.1913)
- Date
- 1913-01-28
- Page
- [Seite] (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3537599-3537600-3537610--2675-3540773- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Der Judische Student Stoffes überlasse man dem Fuxmajor, die einheitliche Regelung der Unterrichtsziele — sei es in dem gezefchneten, sei es in einem anderen Sinne — ist die Sache des nächsten Kartelltags. Sache der Konvente ist es, dem Fuxenunterricht erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden, regelmäßige Berichte des Fuxmajors einzufordern. Die Burschen sollen ihr Interesse an der Fuxenerziehung beweisen durch häufigen Besuch der Fuxenstunden. Den Burschen wird eine Repetition nichts schaden, dem Fuxmajor eine derartige Kontrolle nur angenehm sein, den Füxen die Bedeutung des Tendenzunterrichts erhöht Ein gutes, enges Verhältnis zwischen Fuxmajor und Füxen ist die Grundlage jedes Erfolges. Ein Fuxmajor, wie er sein soll, wird seinen Füxen eine lebenslänglich wirksame Einführung in ihr ß. J. C.~ertum zu geben wissen. Zionistische Organisation und Zentralverein Ein Brief von Berthold Lachmann (Br. A. H.), Königshütte*) Königshütte, den 21. Dezember 1912. Lieber Rosenkranz, soeben lese ich den Artikel von Königsbergs und schreibe Dir mit dem Anheimstellen, Königsberger davon Abschrift zu geben, folgendes: Niemals hat der Z e n t r a 1 v e r e i n .so scharf aggressiv gegen den Zionismus Stellung genommen, wie jetzt. Die Vorgänge in K a 11 o w i t z anläßlich der Fuchs-Versammlung sollten doch jedem V. J. St.-er bekannt sein. In Königshütte gehen die Herren jetzt von Haus zu Haus und haben bereits fünf Familien zum brüsken Austritt aus der Ortsgruppe veranlaßt. Desgleichen wurde ein beleidigendes Rundschreiben gegen den Zionismus "an 3000 oberschlesische Familien versandt. In der Rundschau stand gleichfalls, daß in einer Großstadt am Rhein (Dortmund oder Duisburg oder Essen) der Zionismus von den Führern des Zentralvereins in beschimpfender Weise angegriffen worden ist. Das Gleiche hat. sich der Syndikus des Zentralvereins in H a m b u r g erlaubt. Selbstverständlich stehen auch die Führer des Reichsverbandes gegen den Zionismus dem Z^ntralverein nahe. Der Dr. med. Goldschmidt aus Königshütte, einer der schlimmsten und übelwollendsten Gegner des Zionismus, wurde vom Zentral vorstand des Zentralveteins nach *) Abgedruckt auf Beschluß des Präsidiums.