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Der jüdische Student · 1913-01-28 · Heft 10 (28.1.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 10 (28.1.1913)
Date
1913-01-28
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Der Jüdische Student 2. Die Teilnahme von V.J. St. an einem Klrnikerstreik zum Zwecke der Beschränkung des Atisiänderstudiums ist mit der Tendenz des V.J. St. unvereinbar. 3. Die Korporationen im B. J. C. haben die an ihren Hochschulen studierenden jüdischen Ausländer im Sinne unserer Tendenz zu beeinflussen. Die Resolution der Kommission betr. die Angelegenheit des V.J. St. Straßburg wird angenommen. Die durch Kommission des Kartelltags vorgenommene Prüfung des gesamten Materials hat ergeben, daß die jüngeren Bundesbrüder — wenn auch geleitet von dem Streben, die Forderungen unserer Tendenz in ganz besonderem Maße zu verwirklichen — den Konflikt mit den Straßburger A. H. im wesentlichen verschuldet haben. Der K.T. mißbilligt das umsomehr, als er den V.J.St. Straßburg, der immerhin eine mühsam errungene Position des B. J. C. darstellt, unbedingt erhalten zu sehen wünscht. Der Kartelltag bestätigt für die Zeit bis zum Antrittskonvent des S. S. 1913 die von. dem Delegierten des Präsidiums getroffenen Anordnungen und macht deren strengste Einhaltung allen Beteiligten zur Pflicht. Das Präsidium wird beauftragt, die Ueberweisung für das S.S. 1913 so zu regeln, daß die Aktivitas sich in möglichst weitgehendem Maße aus neu nach Straßburg kommenden Bundesbrüdern zusammensetzt. **>*.• Auf Wunsch der Delegierten des V. J. St. Straßburg und auf Befürwortung der Kommission wird der V. J. St. Straßburg für den Rest dieses Semesters bis zu Ostern 1913 intern suspendiert. VI. Die Vorlage betr. Behandlung von Tendenzanträgen (J. St. Jahrg. IX, S. 274/75) wird angenommen. Nachdem Davidsohn das Referat „Zur korporativen Entwicklung des B. J. C." gehalten hat, werden die von ihm vorgeschlagenen Thesen S. 271) in verkürzter Form zur Abstimmung gebracht und abgelehnt. Ebenso werden folgende aus der Debatte beantragten Resolutionen abgelehnt: a) Der Kartelltag lehnt die Thesen vom Bbr. Davidsohn ab, weil sie in dieser Form falsch verstanden werden können undihnen eine viel zu weitgehende Bedeutung beigemessen worden ist (Willi Meyer). b) Der XII. K. T. lehnt die Davidsohnschen Thesen ab. Er verwirft im [besonderen die Forderung der absoluten .Exclusivität u* 1 verurteilt bei Anerkennung der inneren Entwicklung und Vei .. fung der B. J. C.-er jeden Versuch, tden B. J. C. in ein parte politisches Fahrwasser zu lenken (Emil Cohn). c) Der K.T. lehnt die Davidsohnschen Thesen ab. Die korporative Entwicklung des. B. J. C. und die Zionisier'ung der Jüngeren sind eine erfreuliche Folge vertiefter Fuxenerziehung, dürfen aber niemals dazu führen, eine dauernde schroffe Kampfstellung gegen das deutsche Judentum zu - begründen. Die jüdische Tätigkeit der jüngeren Bundesbrüder außerhalb der Korporation ist 'Jm Interesse ihrer einheitlichen Erziehung zu vermeiden (Oscar Nathan).

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