Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 8 (26.11.1912)
- Date
- 1912-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Judische Student 2S5 Der Antrittskonvent besetzte die Chargen: Alfred Adler X Oaston S a 1 o m o n XX F. M. Walter S i 1 b e r b a c h XXX S. M. K. W. ist Alfred Schwartz. Fuxenunterri.cht geben Salomon und Willy Meyer. F. W. ist Aron, T. W. Willy Meyer. 11. November A.Adler * * * Königsberg. Das Semester begann am 16. Oktober. Der Antrittskonvent besetzte die Chargen folgendermaßen: Sigmar Oinsburg X Kurt L e w a 1 d X X F. M. Heinz Herrmann XXX S.W. und J.St.- Berichterstatter. Kassenwart ist Bbr. Reh fei d, Fechtwart i. a. B. Jaks. Den wissenschaftlichen Unterricht erteilt Rosenbaum, im Komment unterrichtet der Fuxmajor. Bei der Zusammensetzung unserer Korona fällt ein starker Burschenmangel auf: wir haben vier aktive Burschen. Allerdings haben wir außer zwei älteren Füxen und einem ersten Semester sieben zweitsemestrige Füxe, ferner stehen uns sieben ortsanwesende Inaktive zur Seite. In unserer Keiltätigkeit sind wir leider über einen Fuxen nicht hinausgekommen, was zum größten Teil dem mangelnden Material zuzuschreiben ist. Zu Ostern hoffen wir auf einen erfreulichen Nachwuchs. Es läßt sich nicht verkennen, daß uns in der K.C.-Verbindung Friburgia ein nicht zu unterschätzender Gegner erwachsen ist. Es ist von ihr zweifellos tüchtig gearbeitet worden. Noch vor kurzer Zeit war es ein hilfloses Häufchen von vier bis fünf Leuten, heute nach zwei bis drei Semestern haben wir eine wenn auch nicht besonders zahlreiche, so doch ganz ansehnliche und zielbewußte Korporation vor uns. Zwar fehlen ihnen vorläufig noch'die Füxe, dafür haben sie jedoch eine Reihe (mindestens acht) aktiver Burschen, die zum größten Teil aus dem Kartell für mehrere Semester .hergekommen sind. Unsere Bundesbrüder könnten aus dieser Disziplin manches für die Ueberweisuhgen lernen! Das „Stammtisch"-Mäntelchen ist längst gefallen und die Couleur ist nur noch eine Frage der Zeit (In dem vorigen Bericht wurde irrtümlich davon gesprochen, daß die Friburgia bereits dieses Semester Farben trüge.) Ihre Keilarbeit ist von auffallender Präzision und es ist anzunehmen, daß sie zu Ostern ebenfalls einige Füxe - bekommen. Auch gesellschaftlich haben sie versucht, sich einen festen; Kreis zu schaffen und bedienen sich zu diesem Zwecke mit Geschick des hiesigen liberalen Jugendbundes. Nun brauchen wir ja nicht zu schwarz zu sehen; und wir wollen nicht verkennen,