Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 5 (20.8.1912)
- Date
- 1912-08-20
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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184 Der Jüdische Student Ein strammer Fecht- und Turnbetrieb, zu dem noch regelmäßiges Schwimmen hinzukam, sorgte für die körperliche Ausbildung der V. J. St.-er. Ueberhaupt ist von allen Bundesbrüdern gern gearbeitet worden. Alle nehmen das Bewuß sein mit, an dem Erfolg eines guten Semesters Anteil zu haben, sowie Erinnerung an angenehm verlebte Sommermonate. Daneben ist natürlich das Studium nicht vernachlässigt worden, so daß auch kein Katzenjammer die angenehmen Erinnerungen zerstören wird. Wir beginnen das Wintersemester am Mittwoch, den 16. Oktober, nachmittags 2 h. mit einem offiziellen gemütlichen Beisammensein in unserem Kasino. An demselben Abend findet die erste hochoffizielle Veranstaltung statt. Personalia: Unserm A. H. Dr. Isaak Landau wurde ein Sohn geboren. — i. a. B. Landau bestand sein mediz. Staatsexamen mit „gut" und sein Doktorexamen mit Auszeichnung. — i. a. B. Perlmann machte das Doktorexamen magna cum laude. — S a s s bestand zu Beginn des Semesters sein Burschenexamen und wurde rezipiert. — Zum Xaist Gins bürg, Hufenallee 74/76, gewählt. Briefe sind an seine Adresse zu richten. 31. Juli Podbielski X Verein Jüdischer Studenten Maccabaea Farben: Blau-weiß auf gelbem Grunde Kneipe u. Brief ablage: Charlottenburg2, Schlüterstr.4H. Tel. Steinpl. 9427. Mit einer kleinen Korona von sechs aktiven Burschen und sechs Brandfüxen eröffneten wir am 16. April unser 12. Semester. Die Chargen wurden folgendermaßen besetzt: iur. Ludwig Davidsohn X med. Walter C o h n X X med. Alfred R o t h m a n n X X X. Unsere eifrige Keiltätigkeit brachte uns nach kurzer Zeit einen Zuwachs von 10 Füxen. Wir nahmen auf: m2d. Walter B a b, iur. Georg Cohn, med. Ernst Dessau, med. Ch Drübin, iur. Leo Jacks, cam. Jakob L e v y, med. Joseph Nüssenfeld, med. Erich Rose, iur. Friedrich Rubensohn, iur. Georg T odtmann. Die Erziehung unserer Füxe war der wichtigste Teil unserer Arbeit. Der Tendenzunterricht wurde, für 1. und 2. Semester getrennt, von a. B. Davidsohn und a. B. Walter Cohn erteilt. Kommentunterricht gab Davidsohn. Daß unsere Füxe ein reges Interesse für alle jüdischen Fragen entwickelt haben und dabei frische, stramme Studenten geworden sind, darin sehen wir den schönsten Erfolg dieses Semesters. Neben den Fuxenstunden sorgten für die jüdische Weiterbildung verschiedene interne Vorträge, unter denen der Vortrag