Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1912)
- Date
- 1912-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Der jüdische Student IV. Zu den Erfolgen der Keilarbeit hat großenteils die stärkere Anteilnahme der Bezirksverbände beigetragen, die besonders in Oberschlesien und Posen gute Arbeit verrichtet haben. Als recht gutes Propagandamittel haben sich die in größerer Anzahl unternommenen Keilreisen erwiesen. Sie sind z.T. durch den Keilfonds ermöglicht worden, dessen Vorhandensein die Arbeit wesentlich gefördert hat. Jedoch haben seine Mittel nicht im entferntesten allen berechtigten Ansprüchen genügen können,, so daß viele Unternehmungen, die guten Erfolg versprechen, unterbleiben mußten. Auch die Einrichtung der Arbeitsbezirke hat sich im allge^ meinen bewährt; allerdings werden manche Arbeitsbezirke erst später ausgenützt werden können, auch Aenderungen werden sich als nötig erweisen. Von gutem Einfluß war die scharfe Stellungnahme gegen den K. C, die unserer Keilarbeit sicherlich viel Selbstbewußtsein und Entschiedenheit verliehen hat. Als wesentlichstes Ergebnis hat sich wieder die Notwendigkeit des Vorkeilens herausgestellt. Die Zahlen — 81 von 101' im ganzen, 22 von 25 Heidelberger, 19 von 20 Freiburger Füxen — zeigen aufs deutlichste, daß wir auch in Zukunft unsere Hoffnungen in erster Reihe hierauf setzen müssen. Juli 1912; Bileski Vakanzen. Außer den früher mitgeteilten z. T. vorzüglichen Niederlassungsmöglichkeiten für Aerzte, Rechtsanwälte, Zahnärzte etc. sind uns die folgenden bekannt geworden : für einen Arzt: in Schönlanke (sehr gute Aussichten!), Karlsruhe, Bruchsal, K i p p e n h e i m (bei Freiburg), Strasburg i. Wpn, A u r i c h , Tarnowitz (hervorragende Chancen!); für einen Zahnarzt: in Briesen; einen Vertreter sucht eiligst: ■" . - Bbr. Dr. Peritz-Gottesb e'r g (schöne Gebirgsgegend!) und Bbr. Dr. P i n c z o w e r - K a 11 o w i t z , 26. August bis 30. September. Einige Bundesbrüder Referendare suchen noch Rechtsanwaltsvertretungen zu übernehmen. Ich bitte nochmals dringend Bundesbrüder, für welche Vertretungen, Niederlassungsgelegenheiten in einiger Zeit in Betracht kommen, dies vorher rechtzeitig mitzuteilen. Rosenkranz, Ch., Kantstr. 142 Am 15. Sept. ist meine Anwaltsstation frei;'ziemliche Arbeit; 100 M. monatlich Vergütung; Näheres durch mich* Baer