Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 12 (26.3.1912)
- Date
- 1912-03-26
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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392 Der jüdische Student Jüdisch-akademische Monatsübersicht Vom nächsten Heft, dem ersten des neuen Jahrgangs, an wird, entsprechend dem Wunsche des Kartelltags, wieder regelmäßig eine jüdisch-akademische Monats übersieht erscheinen. Bearbeiten wird sie Bbr. Ludwig Davidsohn (Ma.). Der Bearbeiter ist darauf angewiesen, daß ihn alle Bundesbrüder nach Möglichkeit durch Einsendung von Material (Zeitungsausschnitten, Zeitschriften, Broschüren, Gelegenheitsschriften, Flugblättern, Sachdarstellungen u. dergl.) unterstützen;* nur dann können die Uebersichten einigermaßen vollständig werden und einmal einen Wert für die Geschichte des jüdischen Studententums gewinnen. Mit der Einsendung bitte ich alsbald zu beginnen. Erich Cohn Die Keilarbeit, ihre Bedeutung und ihre Organisation Von Henryk Cohn (V. J. St. München), Straßburg Ueber! die Bedeutung der Keilarbeit zu sprechen, ist eigentlich überflüssig. Wir haben es uns und den anderen zahllose Male gesagt, daß wir die Männer heranziehen wollen, die in erster -Reihe die Zukunft unseres Volkes schaffen sollen, und wir iwjssen, wie schwierig dies Werk ist und wie viele Hände an Jhm rastlos werden arbeiten müssen. Die Arbeit drängt; mit jedem Jahr erweitert sich das Arbeitsfeld des Zionismus in der -Diaspora und in Palästina, und fortwährend ertönt der Ruf nach neuen-Menschen, die sie leiten sollen. Diese neuen Menschen zu gewinnen ist in erster Reihe *Sache des B. J. C. Unsere Keilarbeit kann zum guten Teile die Zukunft des Zionismus bestimmen. Jeder tüchtige Jynge, den wir gewinnen* bedeutet ein neues Quantum zionistischen Energien! Und wenn wir schon heute sagen dürfen, daß man die Bedeutung des B. J. C: für das deutsche Judentum nicht mehr außer acht lassen darf, so müssen wir uns andererseits vor Augen halten, daß die bloße Erhaltung unseres gegenwärtigen Status einen Rückschritt bedeutet. Die schönsten politischen Ideen sind wertlos, wenn sie nicht eine ihrer Bedeutung entsprechende Anhängerzahl zu fesseln vermögen; erst die Zahl der Menschen, die sie vertreten,; gibt ihnen Nachdruck. In