Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 11 (29.2.1912)
- Date
- 1912-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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380 Der jüdische Student Von geselligen Veranstaltungen verdienen die Antrittskneipen Erwähnung. Auf unserem öffentlichen Antrittskommers konnten wir unter der großen Zahl der Gäste wieder eine Reihe der prominentesten jüdischen Persönlichkeiten begrüßen. Unser Stiftungsfest, das wir diesmal zu einem bescheidenen Jubiläum — wir feierten das zehnsemestrige Bestehen — ausgestalten konnten, hielt uns den ganzen Tag im Verein mit der Mehrzahl unserer Alten Herren zusammen. Ein hochoffizieller Konvent mit mehreren Ansprachen der Alten Herren leitete den Tag ein, den Nachmittag füllte ein schöner Ausflug aus. Abends fand eine fidele Bowlenkneipe statt. Die Alten Herren gründeten einen Altherrenbund der Maccabaea, der uns schon im weiteren Verlauf des Semesters mehrere Beweise seiner Tätigkeit zu geben vermochte. Der XI. Kartelltag in Straßburg, zu dem die Maccabaea i. a. B. G o 1 d e m a n n und Melamerson delegierte, vereinte ebenfalls eine kleinere Anzahl älterer Maccabaeer. — Das tägliche offizielle Fechten wurde intensiv betrieben, ebenso das wöchentlich einmal stattfindende offizielle gemeinsame Turnen der Berliner V. J. St.-en. Personalia: A. H. Dr. phil. R. Straus verheiratete sich mit Frl. Erna Lubarsch aus Hamburg. — Hirschfeld und Silberstein wurden inaktiviert. — Dr. F. K o r e f wurde zum A. H. ernannt. Er erhielt von der philosophischen Fakultät der Universität einen Preis für seine chemischen Arbeiten. — Die Füxe Löwenthal, Peyser, Lipschit W. Cohn bestanden ihr Burschenexamen. 15. Februar Melamerson X Verein Jüdischer Studenten an der Universität Bonn (im B.j.C) Farben: Gelb-blau-weiß Kneipe: Kasernenstr. 19. Briefablage: Wilhelmstr. 50 Der V.J. St. Bonn eröffnete sein fünftes Semester in der für Bonn beträchtlichen Stärke von 10 Burschen und 4 Füxen. Aus der Chargenwahl gingen hervor: iur. Arthur Cahn X iur. Emil Meyer XX F.W. S.W. iur. Hugo Cahn XXX K.W. iur. Paul Tiefenthal wurde Fuxmajor, während der Tendenzunterricht Arthur Cahn übertragen wurde. Obwohl im Winter die Keilaussichten sehr gering sind, waren unsere Anstrengungen mit Erfolg gekrönt; aktiv meldeten sich: med. Leo Strauß aus Solingen, med. Walter Silberbach aus Cöln. Unsere jüdische Arbeit innerhalb der Korporation war sehr intensiv. Vorträge wechselten mit Zeitungsreferaten und Diskutierabenden, die eingelegt wurden, um den jüngeren Bundes-