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Der jüdische Student · 1912-02-28 · Heft 11 (29.2.1912) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 11 (29.2.1912)
Date
1912-02-28
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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364 Der jüdische Sudent als Freund, oft in seinen geliebten Wald. Nachdem er anfangs Hunger und Not gelitten, gelang es ihm, sich in Odessa eine Existenz zu gründen, wo er jetzt als Lehrer und Verlagsbuchhändler ein leidliches Auskommen hat. Nicht vom Ertrag seiner Werke. Es soll in Rußland und in Palästina mehr Juden geben, die Gedichte von Bialik auswendig wissen, als die sie besitzen. Sintemalen dort Interesse für hebräische Sprache und Literatur hauptsächlich das Privileg der kleinen Leute ist, wie bei den Juden in Westeuropa das Interesse am Judentum überhaupt. Unsere Ruderabteilung In diesem Frühjahr blickt die Ruderabteilung der Vereine Jüdischer Studenten zu Berlin auf ein achtsemestriges Bestehen zurück. Im Winter 1906/7 wurde sie von Jos. Loewy (V.J. St. Berlin A. H.) ins Leben gerufen; er verwirklichte damit einen Lieblingsgedanken, für den er seit langem unter den Bundesbrüdern Anhänger geworben hatte. In diesen acht Semestern hat die Ruderabteilung eine Entwicklung genommen, welche die von den Gründern gehegten Hoffnungen in jeder Richtung erfüllt hat Die Gründung der Ruderabteilung bedeutete vor allem eine wertvolle Bereicherung der Mittel für unsere körperliche Regenerationsarbeit. Denn gerade dieser Sportzweig, der wie kein anderer geeignet ist, seinen Anhängern zu einer gleichmäßigen, harmonischen Durchbildung des Körpers zu verhelfen, war bisher jedem jüdischen Akademiker völlig verschlossen. Während die akademischen Klubs nämlich sich konsequent ablehnend gegen die Aufnahme jüdischer Mitglieder verhielten, war es andererseits einem aufrechten jungen Juden schlechterdings unmöglich, in einem der sogenannten „paritätischen" (d. h. zu 97% jüdischen) Klubs aktiv zu werden, die ihre Parität abgesehen von Eisbeinessen und Weihnachtskneipen nur durch die arischen Namen ihrer Boote dokumentieren. Ein zweites Moment ließ die Gründung einer Ruderabteilung gerade für uns wünschenswert erscheinen: nämlich die besondere Art von Erziehung, die der Rudersport unsern

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