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Der jüdische Student · 1912-01-23 · Heft 10 (23.1.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 10 (23.1.1912)
Date
1912-01-23
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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328 Der jüdische Student Nun zum Verlaufe der K. T.-Veranstaltungen und unseres 10. Stiftungsfestes. Schon zwei Tage vor Beginn des K.T. fand sich ein Teil der auswärtigen Bundesbrüder hier ein und am Begrüßungsabend, der im Bäckehiesel stattfand und schon manche Vordebatte und Einigung brachte, erschien eine Korona von ungefähr 70 V. J. St.-ern. Der K. T. selbst wurde Sonntag eröffnet. Eine angenehme Unterbrechung brachte der am 26. im Sängerhause stattfindende Festkommers, bei dem wir die Vertreter sämtlicher hiesigen jüdischen Organisationen, des Konsistoriums für Unter-Elsaß und der Gemeinde begrüßen konnten. Die Tendenzrede hielt unser A. H. Dr. Albert B a e r, A. H. Edgar Weill die Festrede, in der er kurz die Bedeutung des V.J. St, Straßburg für das elsässische Judentum darlegte. Nach dem offiziellen Teil, in dem noch A. H. K o r ef im Namen des Präsidiums und Bbr. Fritz Glaser im Namen unserer auswärtigen Kartellvereine sprach, hielt die Fidelitas unter Leitung der A. H. A. H. Moses,Platz und K o r e f uns in glänzender Stimmung bis zwei Uhr mit sämtlichen Gästen zusammen. Erwähnen möchte ich nur noch die mit großem Beifall aufgenommene Hobelbank, die glänzenden Dichter-Mensuren zwischen Herrn Berthold F e i w e 1 und A. H. Dr. Albert B a e r und die hervorragenden künstlerischen Leistungen von A. H. T r y f u s. Den Höhepunkt und den Schluß der Festlichkeiten bildete der Ball in den Räumen des Roten Hauses. Der Wintergarten, in dem der Empfang durch die in Salonwichs erschienenen Chargierten stattfand, konnte kaum die Menge der Gäste fassen. Eine angenehme Abwechslung bot ein von Bundesbrüdern arrangiertes Kabaret. Große Begeisterung erweckte bei den Damen unsere Damenspende, die drei bekannten Gravüren von A. H. h. c. Herrn. Struck, dem auch an dieser Stelle für seine Liebenswürdigkeit unser herzlicher Dank ausgesprochen sei. 13. Januar A. Adler X * * Königsberg. In der Berichtszeit nahm — von den Ferien nicht merklich unterbrochen — das Vereinsleben einen ruhigen Fortgang. Wenn auch in jüdischer Beziehung diesmal so viel, wie es in Königsberg bisher üblich und möglich war, vielleicht nicht geschieht, so ist doch der bundesbrüderliche Zusammenhang, das Allgemeininteresse und die Arbeit an der Fuxenerziehung befriedigend. Die Kartelltagsverhandlungen fanden auf den einzelnen Konventen lebhaften Widerhall. Wir besuchten offiziell einen Vortrag vom A. H. Z1 o c i s t i- Pr. Stargard über Philippson und konnten ihn danach auf unserer Kneipe begrüßen. Ebenso waren wir vollzählig bei einem Vortrage von R.-A. Dr. H o 11 ä n d e r im Zentralverein über „Unsere

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