Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 10 (23.1.1912)
- Date
- 1912-01-23
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 327 Charlottenburg. Während der Ferien ruhte der Vereinsbetrieb. Oleich beim Wiederbeginn beschäftigte unsern Konvent die Frage der Gründung eines A. H.-Bundes Charlottenburgr die demnächst durch Rundfrage gelöst werden wird. — Vom B. J. C. Berlin ist zu berichten, daß er bei den verschiedensten Chanukahfeiern, u. a. auch bei der der hiesigen ^Jüdischen Studenten aus Rußland" vertreten war; ferner die Teilnahme an den Stiftungsfestlichkeiten der Hasmonaea, die mehr durch gesellschaftliche, als durch jüdisch - studentische Stimmung auf der Höhe waren. Beim Kommers sprach A. H. Rosenkranz für den B. J. C. — Die beiden letzten Vorträge der früher bekannt gegebenen Reihe fallen aus. 14. Januar Fritz Schlesinger * * * Frei bürg, vakat. Berichterstatter: Luft X * * * Sträßburg. Frisch gestärkt begannen wir nach lOtägigen Ferien am 8. wieder das offizielle Semester, und wir werden unsere Kräfte auch noch für den Rest des Semesters tüchtig gebrauchen müssen, gilt es doch manches an Innenarbeit nachzuholen und zu bessern, was unter den Vorbereitungen zum K. T. und Stiftungsfest Not gelitten hat. Andererseits müssen wir auch nach außen den durch die glänzenden Festlichkeiten erreichten Ruf unbedingt festhalten. Aus dem letzten Monat ist noch nachzutragen, daß der hiesige Rektor den Versuch machte, den anläßlich der Denkmalsenthüllung aufgelösten allgemeinen Ausschuß neu zu gründen, was aber durch die Haltung der Korporationen gegenüber den Forderungen der Freistudenten verhindert wurde. Jetzt suchen diese durch die Presse und eine allgemeine Versammlung der Nichtinkorporierten, zu der die Korporationen nur je einen Vertreter schicken dürfen, für ihr Verhalten Stimmung zu machen. Hierdurch fiel auch der gemeinsame Kaiserkommers ins Wasser. Gestern erhielten wir nun eine Einladung vom V.D.St. zu einer Besprechung über den Kommers — dieser wird jetzt geteilt von einzelnen Verbänden veranstaltet —, nahmen sie aber nicht an. In den letzten Tagen hatten wir das Vergnügen, A. H. Dr. Emil Cohn, der hier in der Loge seinen Vortrag über „Jüdische Erziehungsprobleme" hielt, bei uns begrüßen zu können. Nach dem Vortrage stieg natürlich noch ein längeres „gemütliches Zusammensein" im Roten Hause. Personal ia: Unsere Füxe S c h w e i c h und Epstein gaben wir als unbrauchbar ab. —