Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 9 (15.12.1911)
- Date
- 1911-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 297 Bonn. Nach zwei Richtungen hin bedarf der letzte J, St.- Bericht einer Ergänzung. Die Ausschußangelegenheit ist, wenn auch mit negativem Erfolge, erledigt. Während die Bundesbrüder zugunsten des N. F. eifrig Wetten schlössen, ob unser Aufnahmegesuch von Seiten der V. V. berücksichtigt werde oder nicht, brachte uns die Post eine glatte Absage. Wir erfuhren durch uns bekannte Verbindungsstudenten, daß wir mit den Stimmen des 5. C. und der Katholiken abgelehnt seien. Nach langen Konventsverhandlungen beschlossen wir, die Angelegenheit nicht weiter zu verfolgen, da sich kein für uns gangbarer Weg finden ließ. Umso erfreulicher ist die zweite Ergänzung. Unsere Corona hat sich um zwei Füxe vermehrt. Das will für Bonn im Winter etwas heißen (cf. die bewegliche Klage der Rheno-Silesia in der Oktobernummer der K. C.-Blätter.) Es meldeten sich aktiv: stud. med. Leo Strauß aus Solingen stud. iur. Elias Fröhlich aus Mergentheim a. d. Tauber als O. V. G*) Auch sonst nimmt das Semester seinen befriedigenden Verlauf. Die Füxe entwickeln sich zu unserer Zufriedenheit Um die Bundesbrüder persönlich näher zu bringen, haben wir einen offiziellen Spielabend eingeführt, der sich auch bei den Inaktiven größter Beliebtheit erfreut. Geistige Nahrung wird genug geboten. Bbr. Emil Meyer hielt ein Zeitungsreferat. Bbr. Arthur C a h n sprach über „Biblische Literatur". Ferner besuchten wir u. a. offiziell folgende Vorträge unseres A. H. Emil Cohn: „Untergang der deutschen Juden4, (gehalten im Bonner Literaturverein), „Jüdische Erziehungsprobleme" (gehalten in der Cölner Ortsgruppe) und den Vortrag Blume nfelds: „Zionismus als Lebensanschauung" (gehalten im Cölner Jugendverein). Wir leisten die Vorarbeit zur Gründung einer Bonner Ortsgruppe, indem wir eine erfolgreiche Büchsenagitation betreiben, alle schriftlichen Arbeiten auf uns nehmen und zur Bestreitung der Unkosten beitragen. Personalia: I. A. B. Michael von Mayer bestand sein landwirtschaftliches Diplomexamen mit sehr gut und wurde A. H. 7. Dezember Arthur Cahn X * * Heidelberg. (Ivria.) Der Mangel an jüdischem Leben macht sich in Heidelberg recht stark fühlbar. Einen geringen Ersatz dafür gewährt die Mannheimer zionistische Ortsgruppe, wenn sie auch infolge ihrer geringen Mitgliederzahl und infolge des völligen Indifferentismus der Heidelberger und Mannheimer *) C. K.? D. R,