Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 8 (24.11.1911)
- Date
- 1911-11-24
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 247 Vom Präsidium Kartei Itagsan träge Charlottenburg. 1. Der Kartelltag wolle beschließen, daß alle in den Kartellvereinen erhobenen Pönen von 2 Mk. an dem Keilfonds überwiesen werden. Straßburg. 2. Jeder K. V. oder B. V. hat im zweiten Monat des Semesters im J. St. einen genauen Keilbericht zu veröffentlichen, insbesondere folgende Fragen genau zu beantworten: 1. Wieviele Keilfüxe waren an der Universität bezw. in dem Bezirke? 2. Wieviele davon wurden gekeilt? 3. Wieviele sind aktiv geworden? (Stein) 3. Die Niederlegung eines Präsidialamtes bedarf der Genehmigung der Mehrheit der Kartellvereine, die sofort zu benachrichtigen sind. Der Genehmigung bedarf es nicht, wenn die Amtsniederlegung aus beruflichen Gründen oder wegen Wegzuges des betr. Präsidialmitgliedes von Berlin geschieht. Das Präsidium kann in geeigneten Fällen bis zum Eintreffen der Antworten der Kartellvereine das Mitglied einstweilen von der Amtsführung entbinden. (Henryk Cohn — Ludwig Mayer) 4. Der Kartelltag wolle beschließen, daß der B. J. C. und die ihm angegliederten Corporationen bei ihren offiziellen Veranstaltungen nach außen und innen in keiner Weise gegen das jüdische Religionsgesetz verstoßen wollen. (Bluhm — Gustav Levy) Zusatz. Der Kartelltag spricht dem Freiburger K. V. seine schärfste Mißbilligung aus, daß er offiziell an einem nichtrituellen Festessen teilgenommen hat und dadurch einen schweren Verstoß gegen die Tendenz sich hat zu Schulden kommen lassen. (Stein) 5. Der Kartelltag beauftragt das Präsidium, nach jedem Kartelltag einen genauen, von ihm verantwortlich gezeichneten Bericht der Kartelltagsverhandlungen im J. St. zu veröffentlichen. Rosenbaum — Löwenherz — Hirschbruch — Katzenellenbogen — Jaks — Feinstein — Baer — Rosenow, sämtlich in Königsberg.*) *) Zur Gültigkeit fehlen noch zwei Unterschriften.