Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 7 (10.10.1911)
- Date
- 1911-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 223 Oberprimaner besuchten. Wir glauben, sie genügend für uns interessiert zu haben; auch stehen wir weiter in Konnex mit ihnen. Die Hauptarbeit konzentrierte sich dann auf Frankfurt a. M. Glücklicherweise brachten dort mehrere auswärtige Bundesbrüder einige Wochen zu, sodaß wir die Oberprimaner — es sind deren über 30 — bearbeiten konnten. Es wurde auch zu diesem Zweck ein Ferialverband gegründet, der jeweils von der Ferienkommission des V. J. St. Heidelberg geleitet werden und ausschließlich der Keilarbeit dienen soll. Den Vorsitz übernahmen Fritz Loebenstein, Frankfurt a.M., Karl Kahn und Paul Sulzberger, Wiesbaden. Alle in Betracht kommenden Jungen besuchten wir; trotzdem war nur ein einziger zur Keilkneipe am 18. September erschienen. Die Kneipe selbst verlief recht gemütlich. Z a m o r y hielt'die Tendenzrede; ihm sei dafür nochmals gedankt. Wir sind noch weiter mit den Keilfüxen zusammen, teils im Cafe, teils im Taunus auf Ausflügen. Trotz der schlechten Besucherzahl haben wir für kommende Ostern gute Aussichten. Damit aber diese Aussichten in die Wirklichkeit umgesetzt werden, muß es unsere Aufgabe sein und besonders dem neuen V.J. St. Heidelberg am Herzen liegen, daß während der ganzen Osterferien wenigstens fünf tüchtige Leute hier weilen, die ständig mit den Keilfüxen sich befassen können. Hoffentlich wird das Präsidium uns in dieser Arbeit unterstützen; denn es gilt noch viel mehr, als bis jetzt schon getan ist, zu arbeiten. Die Eröffnung des V. J. St. Heidelberg kann noch nicht bestimmt festgesetzt werden. Doch ist der 16. Oktober der späteste Termin für das Eintreffen der überwiesenen Bundesbrüder. Jedenfalls müssen schon zu Anfang Oktober einige Leute hinkommen, um die Vorbereitungen, deren es gar viele gibt, zu treffen. Genaue Angabe des Ortes und der Zeit der Eröffnung wird noch den einzelnen bekannt gegeben. 25. September Fritz Loebenstein X a. i. Bonn. Wir beschlossen das Sommersemester am 31. Juli, nachdem die Füxe im Fuxenexamen zu zeigen Gelegenheit hatten, wieweit unsere Anregungen bei ihnen auf fruchtbaren Boden gefallen waren. Wir konnten mit dem Resultat der Prüfung zufrieden sein. Verschiedene Examenbowlen ermöglichten es uns, mit den von uns scheidenden Bundesbrüdern vergnügte Abschiedsstunden zu verleben. Der Schlußkonvent wählte zu Ferienchargierten: Hugo Mendel X a. i. K. W., Kasernenstr. 42. Paul Stiel XX a. i.